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Die Erfindung der Handysucht. Gesellschaftsdroge, Nomophobie und Selbstinszenierung

Par : Lutz Spilker
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  • Nombre de pages284
  • FormatePub
  • ISBN978-3-565-22391-6
  • EAN9783565223916
  • Date de parution04/02/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Taille3 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEmphaloz Publishing House

Résumé

Das Smartphone gilt als praktisches Werkzeug, als Kommunikationsmittel, als Schlüssel zur Welt. Doch was geschieht, wenn Erreichbarkeit zur Selbstverständlichkeit wird, Reaktion zur Pflicht und Abwesenheit zur Irritation? Dieses Buch geht der Frage nach, wie aus einem technischen Gerät schleichend eine gesellschaftliche Konstante wurde - und warum seine Nutzung weniger mit Bequemlichkeit als mit Abhängigkeit zu tun hat.
Nicht im Sinne individueller Schwäche, sondern als Folge einer Umwelt, die permanente Verbindung voraussetzt. Im Zentrum steht die Handysucht als kulturelles Phänomen. Sie zeigt sich nicht nur im exzessiven Konsum von Inhalten, sondern in der Angst vor dem Verbindungsabbruch: Nomophobie. Die Abhandlung beleuchtet die neurobiologischen Mechanismen von Belohnung und Erwartung ebenso wie die sozialen Dynamiken von Sichtbarkeit, Selbstinszenierung und digitaler Präsenz.
Das Smartphone erscheint dabei als Objekt mit doppelter Funktion: als technisches Hilfsmittel und zugleich als Träger von Identität, Erinnerung und sozialem Status. Ohne Alarmismus und ohne moralische Zuschreibungen zeichnet das Buch ein präzises Bild einer Epoche, in der Technik nicht mehr genutzt wird, sondern genutzt werden muss. Es fragt, wie sich Zeit, Aufmerksamkeit und Körperhaltung verändern, wenn das Gerät stets griffbereit ist - und was es über eine Gesellschaft sagt, die ihre Zugänge zur Welt in der Hosentasche trägt.