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Lutz Spilker

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Die Erfindung des Raubbaus an der Erde
Seit der Mensch seine Umwelt zu nutzen begann, veränderte er sie. Holz wurde Brennstoff und Baumaterial, Erze wurden zu Werkzeugen, Kohle setzte Maschinen in Bewegung, Erdöl und Erdgas schufen die energetische Grundlage einer industrialisierten Welt. Mit jeder technischen Fähigkeit erweiterte sich zugleich der Zugriff auf die Erde. Was gestern unerreichbar oder bedeutungslos war, konnte morgen zur begehrten Ressource werden.
Der Mensch entdeckte Rohstoffe nicht nur. Er erfand auch ihren Bedarf. Aus Nutzung entstanden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten Abhängigkeiten. Ganze Gesellschaften richteten ihre Infrastruktur, ihre Wirtschaft und ihren Wohlstand auf Stoffe aus, deren Verfügbarkeit lange selbstverständlich erschien. Neue Technologien versprachen Lösungen und verlangten zugleich nach neuen Materialien. Selbst der Übergang von fossilen Energieträgern zu anderen Formen der Energiegewinnung hebt dieses Prinzip nicht auf: Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und Speicher besitzen eine materielle Grundlage, die gewonnen, verarbeitet und transportiert werden muss.
Die begehrte Ressource wechselt. Der Mechanismus bleibt. >Die Erfindung des Raubbaus an der Erde< verfolgt diese Entwicklung von den frühen Formen menschlicher Ressourcennutzung bis zur technisch vermessenen Gegenwart. Dabei geht es weder um einen bevorstehenden Tag, an dem die Erde plötzlich >leer< sein wird, noch um eine einfache Geschichte menschlicher Rücksichtslosigkeit. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Entwicklung, in der Wissen, Technik und Verfügbarkeit einander immer weiter verstärkten.
Heute lässt sich nicht nur mehr von der Erde nutzen als jemals zuvor. Zugleich lässt sich genauer als je zuvor erkennen, welche Folgen dieser Zugriff hinterlässt. Aus einer Geschichte des Könnens ist damit längst auch eine Geschichte des Wissens geworden.
Der Mensch entdeckte Rohstoffe nicht nur. Er erfand auch ihren Bedarf. Aus Nutzung entstanden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten Abhängigkeiten. Ganze Gesellschaften richteten ihre Infrastruktur, ihre Wirtschaft und ihren Wohlstand auf Stoffe aus, deren Verfügbarkeit lange selbstverständlich erschien. Neue Technologien versprachen Lösungen und verlangten zugleich nach neuen Materialien. Selbst der Übergang von fossilen Energieträgern zu anderen Formen der Energiegewinnung hebt dieses Prinzip nicht auf: Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und Speicher besitzen eine materielle Grundlage, die gewonnen, verarbeitet und transportiert werden muss.
Die begehrte Ressource wechselt. Der Mechanismus bleibt. >Die Erfindung des Raubbaus an der Erde< verfolgt diese Entwicklung von den frühen Formen menschlicher Ressourcennutzung bis zur technisch vermessenen Gegenwart. Dabei geht es weder um einen bevorstehenden Tag, an dem die Erde plötzlich >leer< sein wird, noch um eine einfache Geschichte menschlicher Rücksichtslosigkeit. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Entwicklung, in der Wissen, Technik und Verfügbarkeit einander immer weiter verstärkten.
Heute lässt sich nicht nur mehr von der Erde nutzen als jemals zuvor. Zugleich lässt sich genauer als je zuvor erkennen, welche Folgen dieser Zugriff hinterlässt. Aus einer Geschichte des Könnens ist damit längst auch eine Geschichte des Wissens geworden.
Seit der Mensch seine Umwelt zu nutzen begann, veränderte er sie. Holz wurde Brennstoff und Baumaterial, Erze wurden zu Werkzeugen, Kohle setzte Maschinen in Bewegung, Erdöl und Erdgas schufen die energetische Grundlage einer industrialisierten Welt. Mit jeder technischen Fähigkeit erweiterte sich zugleich der Zugriff auf die Erde. Was gestern unerreichbar oder bedeutungslos war, konnte morgen zur begehrten Ressource werden.
Der Mensch entdeckte Rohstoffe nicht nur. Er erfand auch ihren Bedarf. Aus Nutzung entstanden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten Abhängigkeiten. Ganze Gesellschaften richteten ihre Infrastruktur, ihre Wirtschaft und ihren Wohlstand auf Stoffe aus, deren Verfügbarkeit lange selbstverständlich erschien. Neue Technologien versprachen Lösungen und verlangten zugleich nach neuen Materialien. Selbst der Übergang von fossilen Energieträgern zu anderen Formen der Energiegewinnung hebt dieses Prinzip nicht auf: Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und Speicher besitzen eine materielle Grundlage, die gewonnen, verarbeitet und transportiert werden muss.
Die begehrte Ressource wechselt. Der Mechanismus bleibt. >Die Erfindung des Raubbaus an der Erde< verfolgt diese Entwicklung von den frühen Formen menschlicher Ressourcennutzung bis zur technisch vermessenen Gegenwart. Dabei geht es weder um einen bevorstehenden Tag, an dem die Erde plötzlich >leer< sein wird, noch um eine einfache Geschichte menschlicher Rücksichtslosigkeit. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Entwicklung, in der Wissen, Technik und Verfügbarkeit einander immer weiter verstärkten.
Heute lässt sich nicht nur mehr von der Erde nutzen als jemals zuvor. Zugleich lässt sich genauer als je zuvor erkennen, welche Folgen dieser Zugriff hinterlässt. Aus einer Geschichte des Könnens ist damit längst auch eine Geschichte des Wissens geworden.
Der Mensch entdeckte Rohstoffe nicht nur. Er erfand auch ihren Bedarf. Aus Nutzung entstanden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten Abhängigkeiten. Ganze Gesellschaften richteten ihre Infrastruktur, ihre Wirtschaft und ihren Wohlstand auf Stoffe aus, deren Verfügbarkeit lange selbstverständlich erschien. Neue Technologien versprachen Lösungen und verlangten zugleich nach neuen Materialien. Selbst der Übergang von fossilen Energieträgern zu anderen Formen der Energiegewinnung hebt dieses Prinzip nicht auf: Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und Speicher besitzen eine materielle Grundlage, die gewonnen, verarbeitet und transportiert werden muss.
Die begehrte Ressource wechselt. Der Mechanismus bleibt. >Die Erfindung des Raubbaus an der Erde< verfolgt diese Entwicklung von den frühen Formen menschlicher Ressourcennutzung bis zur technisch vermessenen Gegenwart. Dabei geht es weder um einen bevorstehenden Tag, an dem die Erde plötzlich >leer< sein wird, noch um eine einfache Geschichte menschlicher Rücksichtslosigkeit. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Entwicklung, in der Wissen, Technik und Verfügbarkeit einander immer weiter verstärkten.
Heute lässt sich nicht nur mehr von der Erde nutzen als jemals zuvor. Zugleich lässt sich genauer als je zuvor erkennen, welche Folgen dieser Zugriff hinterlässt. Aus einer Geschichte des Könnens ist damit längst auch eine Geschichte des Wissens geworden.
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