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Die Erfindung des Sparschweins. Schwein gehabt, Notgroschen oder Privatbank
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- Nombre de pages114
- FormatePub
- ISBN978-3-565-26488-9
- EAN9783565264889
- Date de parution22/02/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille3 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Warum ausgerechnet das Schwein? Weshalb wurde aus einem Nutztier ein Glückssymbol - und schließlich ein Gefäß für Münzen? Die Geschichte des Sparschweins führt nicht in die Kinderzimmer, sondern in die Vorratskammern, auf Marktplätze und zu den Schützenfesten des späten Mittelalters. Dort taucht das >Trostschwein< auf: ein Preis für den Letztplatzierten, dessen materieller Wert den Glanz mancher Siegergabe übertraf.
Aus Spott wurde Substanz. Aus Substanz wurde Glück. Die Redewendung >Schwein gehabt< bewahrt bis heute die Erinnerung an diese Verschiebung. Mit dem keramischen Sparschwein des 15. Jahrhunderts tritt das Tier in eine neue Gestalt. Es frisst kein Futter mehr, sondern Geld. Der Stall schrumpft zur Figur, der Vorrat verwandelt sich in Reserve. Was einst Ernährung sicherte, garantiert nun Zahlungsfähigkeit.
Das Sparschwein steht damit an einer kulturgeschichtlichen Schwelle: zwischen Naturalwirtschaft und Geldökonomie, zwischen lebendigem Besitz und symbolischem Kapital. Dieses Buch folgt der stillen Karriere eines unscheinbaren Objekts. Es untersucht, wie sich in ihm Vorstellungen von Vorsorge, Sicherheit und Glück bündeln - und warum Sparen stets ein Akt des Aufschubs bleibt. Das Schwein, einst Garant für Nahrung, wird zum Behälter für Hoffnung.
Erst im Moment des Zerschlagens erfüllt es seinen Zweck. Zwischen Vorrat und Vertrauen offenbart sich eine Kulturtechnik, die älter ist als jede Bank - und persönlicher als jedes Konto.
Aus Spott wurde Substanz. Aus Substanz wurde Glück. Die Redewendung >Schwein gehabt< bewahrt bis heute die Erinnerung an diese Verschiebung. Mit dem keramischen Sparschwein des 15. Jahrhunderts tritt das Tier in eine neue Gestalt. Es frisst kein Futter mehr, sondern Geld. Der Stall schrumpft zur Figur, der Vorrat verwandelt sich in Reserve. Was einst Ernährung sicherte, garantiert nun Zahlungsfähigkeit.
Das Sparschwein steht damit an einer kulturgeschichtlichen Schwelle: zwischen Naturalwirtschaft und Geldökonomie, zwischen lebendigem Besitz und symbolischem Kapital. Dieses Buch folgt der stillen Karriere eines unscheinbaren Objekts. Es untersucht, wie sich in ihm Vorstellungen von Vorsorge, Sicherheit und Glück bündeln - und warum Sparen stets ein Akt des Aufschubs bleibt. Das Schwein, einst Garant für Nahrung, wird zum Behälter für Hoffnung.
Erst im Moment des Zerschlagens erfüllt es seinen Zweck. Zwischen Vorrat und Vertrauen offenbart sich eine Kulturtechnik, die älter ist als jede Bank - und persönlicher als jedes Konto.






















