OFFRE LISEUSES
Une liseuse achetée = une housse offerte* jusqu'au 21 juin
Die Erfindung der Beichte. Schuld, Sühne und Erlösung
Par :Formats :
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format ePub est :
- Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
- Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
- Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
, qui est-ce ?Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement
Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
- Nombre de pages121
- FormatePub
- ISBN978-3-565-16354-0
- EAN9783565163540
- Date de parution08/01/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille3 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Die Beichte gehört zu jenen kulturellen Praktiken, die so vertraut erscheinen, dass ihre Entstehung kaum noch hinterfragt wird. Dabei ist sie weder selbstverständlich noch zeitlos. Sie steht am Schnittpunkt von Schuld und Sprache, von innerem Erleben und sozialer Ordnung. Bereits frühe biblische Erzählungen - etwa der Konflikt zwischen Kain und Abel - verhandeln Verfehlung nicht nur als Tat, sondern als Bruch im Verhältnis zum Mitmenschen und zu sich selbst.
Schuld entsteht dort, wo Schaden verursacht wird, gleichgültig, ob er körperlicher oder seelischer Natur ist. Mit dieser Einsicht beginnt eine lange Geschichte der moralischen Selbstprüfung. Dieses Buch nähert sich der Beichte nicht als theologisches Lehrstück, sondern als soziale Erfindung. Es zeigt, wie das Christentum ein menschliches Grundbedürfnis institutionalisierte: das Bedürfnis, über Verfehlungen zu sprechen, sie einzuordnen und sich ihrer Last zu entledigen.
Die Beichte bot einen geregelten Raum für Mitteilung, Vertrauen und Entlastung - lange bevor Begriffe wie Psychologie oder Gesprächstherapie existierten. Besonders für jene, denen Schrift und Bildung verschlossen blieben, wurde sie zu einem der wenigen Orte, an dem inneres Erleben ausgesprochen und gehört werden konnte. Im Zentrum steht dabei weniger die dogmatische Sündenlehre als die Funktion der Beichte als kommunikatives Ventil.
Buße und Absolution erscheinen nicht allein als religiöse Akte, sondern als Mechanismen sozialer Stabilisierung und persönlicher Beruhigung. Die Beichte wird so sichtbar als kulturelles Instrument, das Ordnung schafft, indem es Schuld benennbar macht - und erträglicher.
Schuld entsteht dort, wo Schaden verursacht wird, gleichgültig, ob er körperlicher oder seelischer Natur ist. Mit dieser Einsicht beginnt eine lange Geschichte der moralischen Selbstprüfung. Dieses Buch nähert sich der Beichte nicht als theologisches Lehrstück, sondern als soziale Erfindung. Es zeigt, wie das Christentum ein menschliches Grundbedürfnis institutionalisierte: das Bedürfnis, über Verfehlungen zu sprechen, sie einzuordnen und sich ihrer Last zu entledigen.
Die Beichte bot einen geregelten Raum für Mitteilung, Vertrauen und Entlastung - lange bevor Begriffe wie Psychologie oder Gesprächstherapie existierten. Besonders für jene, denen Schrift und Bildung verschlossen blieben, wurde sie zu einem der wenigen Orte, an dem inneres Erleben ausgesprochen und gehört werden konnte. Im Zentrum steht dabei weniger die dogmatische Sündenlehre als die Funktion der Beichte als kommunikatives Ventil.
Buße und Absolution erscheinen nicht allein als religiöse Akte, sondern als Mechanismen sozialer Stabilisierung und persönlicher Beruhigung. Die Beichte wird so sichtbar als kulturelles Instrument, das Ordnung schafft, indem es Schuld benennbar macht - und erträglicher.






















