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Die Erfindung des Kompass. Wie ein Zeiger die Welt ordnete
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- Nombre de pages113
- FormatePub
- ISBN978-3-565-19975-4
- EAN9783565199754
- Date de parution27/01/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille3 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Seit über zweitausend Jahren gilt der Kompass als Inbegriff technischer Verlässlichkeit. Ein unscheinbarer Zeiger, ausgerichtet an einer unsichtbaren Kraft, ermöglichte Orientierung jenseits vertrauter Horizonte. Er verband Himmel und Erde, Karte und Bewegung, Wissen und Vertrauen. Seine Erfindung markierte einen stillen, aber tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte menschlicher Fortbewegung: Richtung wurde messbar, Orientierung reproduzierbar, Raum beherrschbar.
Der Kompass versprach Gewissheit - unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Erfahrung. Dieses Buch nähert sich dem Kompass jedoch nicht nur als historisches Navigationsinstrument, sondern als kulturelles und erkenntnistheoretisches Phänomen. Denn die Bedingungen, unter denen der Kompass einst zuverlässig funktionierte, haben sich verändert. Elektrifizierung, technische Verdichtung und künstliche Magnetfelder überlagern heute jene natürliche Ordnung, auf der seine Funktionsweise beruht.
Der Zeiger reagiert weiterhin korrekt - doch nicht mehr zwingend auf das, was er ursprünglich anzeigen sollte. Orientierung wird damit kontextabhängig, erklärungsbedürftig, fragil. >Die Erfindung des Kompass< verfolgt diese Verschiebung mit nüchternem Blick. Es geht nicht um spektakuläre Entdeckungsfahrten oder technische Details, sondern um die Frage, was geschieht, wenn ein Werkzeug seine Selbstverständlichkeit verliert.
Der Kompass steht hier exemplarisch für ein größeres Spannungsfeld: zwischen Naturkonstante und Zivilisation, zwischen Vertrauen und Störung, zwischen Ordnung und Überlagerung. In der Reduktion auf das Wesentliche entfaltet sich ein schmaler, präziser Gedankengang - leise, sachlich und offen genug, um weiterzuführen.
Der Kompass versprach Gewissheit - unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Erfahrung. Dieses Buch nähert sich dem Kompass jedoch nicht nur als historisches Navigationsinstrument, sondern als kulturelles und erkenntnistheoretisches Phänomen. Denn die Bedingungen, unter denen der Kompass einst zuverlässig funktionierte, haben sich verändert. Elektrifizierung, technische Verdichtung und künstliche Magnetfelder überlagern heute jene natürliche Ordnung, auf der seine Funktionsweise beruht.
Der Zeiger reagiert weiterhin korrekt - doch nicht mehr zwingend auf das, was er ursprünglich anzeigen sollte. Orientierung wird damit kontextabhängig, erklärungsbedürftig, fragil. >Die Erfindung des Kompass< verfolgt diese Verschiebung mit nüchternem Blick. Es geht nicht um spektakuläre Entdeckungsfahrten oder technische Details, sondern um die Frage, was geschieht, wenn ein Werkzeug seine Selbstverständlichkeit verliert.
Der Kompass steht hier exemplarisch für ein größeres Spannungsfeld: zwischen Naturkonstante und Zivilisation, zwischen Vertrauen und Störung, zwischen Ordnung und Überlagerung. In der Reduktion auf das Wesentliche entfaltet sich ein schmaler, präziser Gedankengang - leise, sachlich und offen genug, um weiterzuführen.






















