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Die Erfindung der Mathematik. Wie der Mensch Zahlen schuf, um die Welt zu bändigen
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- Nombre de pages346
- FormatePub
- ISBN978-3-565-41310-2
- EAN9783565413102
- Date de parution16/04/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille5 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Was ist Mathematik - ein vorgefundenes Gefüge von Wahrheiten oder eine vom Menschen geschaffene Ordnung? Die Antwort scheint naheliegend, solange Zahlen als selbstverständlich gelten. Doch ein Blick in die frühe Geschichte des Menschen lässt Zweifel aufkommen. Über lange Zeiträume hinweg wurde gezählt, ohne dass es Zahlen im heutigen Sinn gab. Mengen wurden gezeigt, nicht benannt; Relationen erkannt, aber nicht formalisiert.
Erst mit der wachsenden Notwendigkeit, Besitz zu verwalten, Vorräte zu sichern und Abläufe zu strukturieren, entstand das Bedürfnis nach Abstraktion. Aus dieser Bewegung heraus entwickelte sich eine Sprache, die nicht beschreibt, was ist, sondern festlegt, wie es beschrieben werden kann. Im weiteren Verlauf löst sich diese Sprache zunehmend von ihren ursprünglichen Anlässen. Mit der Einführung von Symbolen, Axiomen und Beweisen entsteht ein System, das seine Gültigkeit aus sich selbst bezieht.
Spätestens seit den Arbeiten von Euklid wird Mathematik nicht mehr als Sammlung von Verfahren verstanden, sondern als geschlossene Form, in der Aussagen unter bestimmten Voraussetzungen notwendig werden. Was dabei als Wahrheit erscheint, ist gebunden an die Regeln, unter denen sie entsteht. Und doch bleibt die Nähe zur Welt bestehen. Naturerscheinungen lassen sich berechnen, Bewegungen vorhersagen, Strukturen erfassen.
Die Übereinstimmung zwischen Beobachtung und mathematischer Beschreibung wirkt so präzise, dass sie leicht als Beleg für eine tiefere Übereinstimmung missverstanden werden kann. In dieser Spannung entfaltet sich eine Disziplin, die zugleich ordnet und abstrahiert - und deren Ursprung sich nicht eindeutig festlegen lässt.
Erst mit der wachsenden Notwendigkeit, Besitz zu verwalten, Vorräte zu sichern und Abläufe zu strukturieren, entstand das Bedürfnis nach Abstraktion. Aus dieser Bewegung heraus entwickelte sich eine Sprache, die nicht beschreibt, was ist, sondern festlegt, wie es beschrieben werden kann. Im weiteren Verlauf löst sich diese Sprache zunehmend von ihren ursprünglichen Anlässen. Mit der Einführung von Symbolen, Axiomen und Beweisen entsteht ein System, das seine Gültigkeit aus sich selbst bezieht.
Spätestens seit den Arbeiten von Euklid wird Mathematik nicht mehr als Sammlung von Verfahren verstanden, sondern als geschlossene Form, in der Aussagen unter bestimmten Voraussetzungen notwendig werden. Was dabei als Wahrheit erscheint, ist gebunden an die Regeln, unter denen sie entsteht. Und doch bleibt die Nähe zur Welt bestehen. Naturerscheinungen lassen sich berechnen, Bewegungen vorhersagen, Strukturen erfassen.
Die Übereinstimmung zwischen Beobachtung und mathematischer Beschreibung wirkt so präzise, dass sie leicht als Beleg für eine tiefere Übereinstimmung missverstanden werden kann. In dieser Spannung entfaltet sich eine Disziplin, die zugleich ordnet und abstrahiert - und deren Ursprung sich nicht eindeutig festlegen lässt.






















