Nouveauté

Roma Locuta. Bürgerrecht, Stadtleben und das soziale Gefüge einer Weltmacht zwischen Senat und Straße

Par : Heinrich Adler
Offrir maintenant
Ou planifier dans votre panier
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format ePub est :
  • Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
  • Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
  • Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
Logo Vivlio, qui est-ce ?

Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement

Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
C'est si simple ! Lisez votre ebook avec l'app Vivlio sur votre tablette, mobile ou ordinateur :
Google PlayApp Store
  • Nombre de pages422
  • FormatePub
  • ISBN978-3-565-63397-5
  • EAN9783565633975
  • Date de parution11/08/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Taille1 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEmphaloz Publishing House

Résumé

Es gibt Zivilisationen, die in Stein bauen, und solche, die in Institutionen bauen. Rom tat beides - und die Institutionen haben länger gehalten. Wer verstehen will, wie eine Stadt auf sieben Hügeln zur Ordnungsmatrix eines Mittelmeerraums werden konnte, muss tiefer schauen als die Annalen der Kaiser und Feldherren. Er muss in die Mietshäuser steigen, die in der Hitze des August Feuer fingen. Er muss die Warteschlangen vor den Getreidemagazinen beobachten.
Er muss verstehen, warum ein Freigelassener seinem ehemaligen Herrn noch Jahrzehnte nach der Manumission verpflichtet blieb. Das römische Patronatssystem war keine feudale Laune, sondern eine präzis kodierte Sozialstruktur. Der Patron bot Schutz, Rechtsvertretung und wirtschaftliche Förderung; der Klient erwiderte mit politischer Loyalität, öffentlicher Präsenz und der Übernahme sozialer Verpflichtungen, die kein Vertrag ausdrücklich regelte.
Dieses Geflecht funktionierte als informelle Staatsarchitektur, die tief unter den Sitzungen des Senats wirkte und Stabilität erzeugte, wo Gesetze allein sie nicht hätten garantieren können. Der Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern war in diesem Kontext kein Aufruhr - er war eine Verfassungsdynamik, die über Jahrhunderte die Zwölf Tafeln, das Tribunat und die schrittweise Öffnung der Magistraturen hervorbrachte.
Was Rom in seiner Reife auszeichnete, war ein Bürgerbegriff, der sich ausdehnen ließ. Die Bundesgenossenkriege des späten 2. Jahrhunderts v. Chr.