Nouveauté
Roma Locuta. Bürgerrecht, Stadtleben und das soziale Gefüge einer Weltmacht zwischen Senat und Straße
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- Nombre de pages422
- FormatePub
- ISBN978-3-565-63397-5
- EAN9783565633975
- Date de parution11/08/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Es gibt Zivilisationen, die in Stein bauen, und solche, die in Institutionen bauen. Rom tat beides - und die Institutionen haben länger gehalten. Wer verstehen will, wie eine Stadt auf sieben Hügeln zur Ordnungsmatrix eines Mittelmeerraums werden konnte, muss tiefer schauen als die Annalen der Kaiser und Feldherren. Er muss in die Mietshäuser steigen, die in der Hitze des August Feuer fingen. Er muss die Warteschlangen vor den Getreidemagazinen beobachten.
Er muss verstehen, warum ein Freigelassener seinem ehemaligen Herrn noch Jahrzehnte nach der Manumission verpflichtet blieb. Das römische Patronatssystem war keine feudale Laune, sondern eine präzis kodierte Sozialstruktur. Der Patron bot Schutz, Rechtsvertretung und wirtschaftliche Förderung; der Klient erwiderte mit politischer Loyalität, öffentlicher Präsenz und der Übernahme sozialer Verpflichtungen, die kein Vertrag ausdrücklich regelte.
Dieses Geflecht funktionierte als informelle Staatsarchitektur, die tief unter den Sitzungen des Senats wirkte und Stabilität erzeugte, wo Gesetze allein sie nicht hätten garantieren können. Der Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern war in diesem Kontext kein Aufruhr - er war eine Verfassungsdynamik, die über Jahrhunderte die Zwölf Tafeln, das Tribunat und die schrittweise Öffnung der Magistraturen hervorbrachte.
Was Rom in seiner Reife auszeichnete, war ein Bürgerbegriff, der sich ausdehnen ließ. Die Bundesgenossenkriege des späten 2. Jahrhunderts v. Chr.
Er muss verstehen, warum ein Freigelassener seinem ehemaligen Herrn noch Jahrzehnte nach der Manumission verpflichtet blieb. Das römische Patronatssystem war keine feudale Laune, sondern eine präzis kodierte Sozialstruktur. Der Patron bot Schutz, Rechtsvertretung und wirtschaftliche Förderung; der Klient erwiderte mit politischer Loyalität, öffentlicher Präsenz und der Übernahme sozialer Verpflichtungen, die kein Vertrag ausdrücklich regelte.
Dieses Geflecht funktionierte als informelle Staatsarchitektur, die tief unter den Sitzungen des Senats wirkte und Stabilität erzeugte, wo Gesetze allein sie nicht hätten garantieren können. Der Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern war in diesem Kontext kein Aufruhr - er war eine Verfassungsdynamik, die über Jahrhunderte die Zwölf Tafeln, das Tribunat und die schrittweise Öffnung der Magistraturen hervorbrachte.
Was Rom in seiner Reife auszeichnete, war ein Bürgerbegriff, der sich ausdehnen ließ. Die Bundesgenossenkriege des späten 2. Jahrhunderts v. Chr.



















