Nouveauté
Maschinen ohne Grenzen. Kapitalkonzentration, Chipkontrolle und das Scheitern demokratischer Aufsicht im digitalen Zeitalter
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- Nombre de pages513
- FormatePub
- ISBN978-3-565-63386-9
- EAN9783565633869
- Date de parution11/08/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Künstliche Intelligenz ist kein neutrales Werkzeug. Sie ist das Produkt einer Marktstruktur, in der Kapital, physische Infrastruktur und politischer Einfluss sich zu einem System verdichtet haben, das demokratischer Kontrolle zunehmend entzogen ist. Dieses Buch untersucht, wie wenige Konzerne in kurzer Zeit Strukturen errichtet haben, deren Reichweite jene der großen industriellen Monopole des zwanzigsten Jahrhunderts bei weitem übertrifft - und deren Mechanismen weit schwerer sichtbar zu machen sind.
Die finanzielle Konsolidierung hinter dieser Entwicklung folgt einer eigenen Logik. Aggressive Akquisitionen von Start-ups, systematische Talentbindung durch Eigenkapitalstrukturen und die Lenkung institutionellen Kapitals in wenige vertikal integrierte KI-Konzerne haben Abhängigkeitsverhältnisse erzeugt, die unabhängigen Wettbewerb faktisch ausschließen. Was als offener Innovationsmarkt erscheint, ist in Wirklichkeit ein geschlossenes System - eines, das den Zugang zu Rechenkapazität, Trainingsdaten und Finanzierung so verteilt, dass Newcomer scheitern müssen, bevor sie relevant werden.
Unterhalb dieser Kapitalschicht verläuft ein geopolitischer Konflikt, der handfester kaum sein könnte. Die Halbleiterversorgung - konzentriert in taiwanesischen Fertigungsanlagen, begrenzt durch niederländische Lithographietechnik und kontestiert durch amerikanische Exportkontrollen - ist längst zum Instrument strategischer Machtpolitik geworden.
Die finanzielle Konsolidierung hinter dieser Entwicklung folgt einer eigenen Logik. Aggressive Akquisitionen von Start-ups, systematische Talentbindung durch Eigenkapitalstrukturen und die Lenkung institutionellen Kapitals in wenige vertikal integrierte KI-Konzerne haben Abhängigkeitsverhältnisse erzeugt, die unabhängigen Wettbewerb faktisch ausschließen. Was als offener Innovationsmarkt erscheint, ist in Wirklichkeit ein geschlossenes System - eines, das den Zugang zu Rechenkapazität, Trainingsdaten und Finanzierung so verteilt, dass Newcomer scheitern müssen, bevor sie relevant werden.
Unterhalb dieser Kapitalschicht verläuft ein geopolitischer Konflikt, der handfester kaum sein könnte. Die Halbleiterversorgung - konzentriert in taiwanesischen Fertigungsanlagen, begrenzt durch niederländische Lithographietechnik und kontestiert durch amerikanische Exportkontrollen - ist längst zum Instrument strategischer Machtpolitik geworden.



















