Reise nach Madagaskar protokolliert Pfeiffers Unternehmung von 1857 auf die Insel im Indischen Ozean: vom Küstenvorland nach Antananarivo, mit Gesprächen mit Händlern, Missionaren und Hofbeamten. Nüchtern und präzise verbindet der Bericht Naturbeobachtung (Flora, Fauna, Geologie) mit Wirtschafts-, Rechts- und Ritualbeschreibungen. Im Kontext der Reise- und Naturforschungsliteratur des 19. Jahrhunderts steht er zwischen empirischer Ethnographie und europäischem Blick; besonders scharf sind die Kapitel zur Herrschaft Ranavalonas I., den Spannungen mit Europa sowie Pfeiffers Verhaftung und Ausweisung.
Ida Pfeiffer (1797-1858), Wiener Autodidaktin und eine der sichtbarsten Reisenden ihrer Zeit, wurde durch zwei Weltumrundungen bekannt und belieferte Museen mit Natur- und Ethnographica. Ihre Motive waren wissenschaftliche Neugier und der Wille zur selbstbestimmten Erfahrung jenseits bürgerlicher Normen. Berichte über Madagaskars naturkundlichen Reichtum und politische Konflikte veranlassten sie zur Reise; die Begegnung mit höfischen Intrigen führte zu kurzfristiger Internierung und Ausweisung, worauf sie krank zurückkehrte.
Der Text erschien postum. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die historische Reiseliteratur als Quelle der Wissensproduktion lesen: für Madagaskar-Interessierte, Historikerinnen der Wissenschaften und Genderforschung ebenso wie für Ethnologinnen. Als dichtes, anschauliches Primärzeugnis verlangt es kritische Lektüre, belohnt jedoch mit Beobachtungsschärfe, Selbstreflexion und topographischer Detailtreue.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert.
Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
Reise nach Madagaskar protokolliert Pfeiffers Unternehmung von 1857 auf die Insel im Indischen Ozean: vom Küstenvorland nach Antananarivo, mit Gesprächen mit Händlern, Missionaren und Hofbeamten. Nüchtern und präzise verbindet der Bericht Naturbeobachtung (Flora, Fauna, Geologie) mit Wirtschafts-, Rechts- und Ritualbeschreibungen. Im Kontext der Reise- und Naturforschungsliteratur des 19. Jahrhunderts steht er zwischen empirischer Ethnographie und europäischem Blick; besonders scharf sind die Kapitel zur Herrschaft Ranavalonas I., den Spannungen mit Europa sowie Pfeiffers Verhaftung und Ausweisung.
Ida Pfeiffer (1797-1858), Wiener Autodidaktin und eine der sichtbarsten Reisenden ihrer Zeit, wurde durch zwei Weltumrundungen bekannt und belieferte Museen mit Natur- und Ethnographica. Ihre Motive waren wissenschaftliche Neugier und der Wille zur selbstbestimmten Erfahrung jenseits bürgerlicher Normen. Berichte über Madagaskars naturkundlichen Reichtum und politische Konflikte veranlassten sie zur Reise; die Begegnung mit höfischen Intrigen führte zu kurzfristiger Internierung und Ausweisung, worauf sie krank zurückkehrte.
Der Text erschien postum. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die historische Reiseliteratur als Quelle der Wissensproduktion lesen: für Madagaskar-Interessierte, Historikerinnen der Wissenschaften und Genderforschung ebenso wie für Ethnologinnen. Als dichtes, anschauliches Primärzeugnis verlangt es kritische Lektüre, belohnt jedoch mit Beobachtungsschärfe, Selbstreflexion und topographischer Detailtreue.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert.
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