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Kleine Pusteblume. Mami 1920 – Familienroman
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- Nombre de pages100
- FormatePub
- ISBN978-3-7409-2802-5
- EAN9783740928025
- Date de parution10/04/2018
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille190 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurKelter Media
Résumé
Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen.
Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami. »Ich erhielt soeben einen sehr unangenehmen Telefonanruf aus Peking« , teilte Hubertus von Berndorf seiner Frau mit. Henriette, die vor seinem Schreibtisch stehengeblieben war, sah ihn verwundert an. »So wichtig, daß ich meine Morgengymnastik unterbrechen mußte?« Normalerweise sah sich das Ehepaar nur zu den Mahlzeiten, die gemeinsam eingenommen wurden.
Dabei sprachen die beiden gewöhnlich über belanglose Dinge. Hubertus, der 58-jährige Chef des Hauses Berndorf, war ernst. Doch das war er eigentlich immer. Er war der Typ des seriösen Geschäftsmannes, der mit Fleiß und Geschick das Vermögen der Familie ständig vermehrte. Ihm gehörten auf der deutschen und der schweizerischen Seite des Bodensees zahlreiche Ländereien, Weinberge, Weinkellereien, Hotels und Geschäftshäuser. »Es betrifft auch dich« , antwortete Hubertus mit seltsam weich klingender Stimme. Da dies nicht zu ihm paßte, musterte Henriette ihren Ehemann aufmerksam.
Eigentlich sah er aus wie immer. Er trug einen dunkelgrauen Anzug, Hemd und Krawatte, alles sehr korrekt. Sein dichtes graues Haar war glatt zurückgekämmt, sein markantes, etwas müde wirkendes Gesicht verriet keine Regung. »Wieso?« Henriette von Berndorf hatte sich schon vor vielen Jahren damit abgefunden, daß es keine Gemeinsamkeiten zwischen ihnen gab. Nach außen wahrten sie zwar den Schein, eine glückliche Ehe zu führen, doch in Wirklichkeit lebten sie in verschiedenen Welten. Henriette kümmerte sich überwiegend um ihr Aussehen und die gesellschaftlichen Verpflichtungen.
Sie war in dieser Hinsicht recht erfolgreich. Mit 55 Jahren war sie noch immer schlank, wirkte jugendlich und sehr gepflegt. Sie kleidete sich modisch und verwendete sehr viel Zeit dafür, ausgefallene und für sie doch vorteilhaft wirkende Garderobe zu finden. Im Moment trug sie einen weißen
Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami. »Ich erhielt soeben einen sehr unangenehmen Telefonanruf aus Peking« , teilte Hubertus von Berndorf seiner Frau mit. Henriette, die vor seinem Schreibtisch stehengeblieben war, sah ihn verwundert an. »So wichtig, daß ich meine Morgengymnastik unterbrechen mußte?« Normalerweise sah sich das Ehepaar nur zu den Mahlzeiten, die gemeinsam eingenommen wurden.
Dabei sprachen die beiden gewöhnlich über belanglose Dinge. Hubertus, der 58-jährige Chef des Hauses Berndorf, war ernst. Doch das war er eigentlich immer. Er war der Typ des seriösen Geschäftsmannes, der mit Fleiß und Geschick das Vermögen der Familie ständig vermehrte. Ihm gehörten auf der deutschen und der schweizerischen Seite des Bodensees zahlreiche Ländereien, Weinberge, Weinkellereien, Hotels und Geschäftshäuser. »Es betrifft auch dich« , antwortete Hubertus mit seltsam weich klingender Stimme. Da dies nicht zu ihm paßte, musterte Henriette ihren Ehemann aufmerksam.
Eigentlich sah er aus wie immer. Er trug einen dunkelgrauen Anzug, Hemd und Krawatte, alles sehr korrekt. Sein dichtes graues Haar war glatt zurückgekämmt, sein markantes, etwas müde wirkendes Gesicht verriet keine Regung. »Wieso?« Henriette von Berndorf hatte sich schon vor vielen Jahren damit abgefunden, daß es keine Gemeinsamkeiten zwischen ihnen gab. Nach außen wahrten sie zwar den Schein, eine glückliche Ehe zu führen, doch in Wirklichkeit lebten sie in verschiedenen Welten. Henriette kümmerte sich überwiegend um ihr Aussehen und die gesellschaftlichen Verpflichtungen.
Sie war in dieser Hinsicht recht erfolgreich. Mit 55 Jahren war sie noch immer schlank, wirkte jugendlich und sehr gepflegt. Sie kleidete sich modisch und verwendete sehr viel Zeit dafür, ausgefallene und für sie doch vorteilhaft wirkende Garderobe zu finden. Im Moment trug sie einen weißen























