Praktisch jeder amerikanische Präsident der jüngeren Zeit hat einen Krieg oder zumindest einzelne militärische Operationen im Nahen Osten geführt. Donald Trump ist allerdings in zwei Hinsichten eine Besonderheit. Zum einen wollte er eigentlich überhaupt keine Kriege mehr beginnen. Eines seiner zentralen Wahlversprechen war, dass er "Amerikas ewige Kriege" beenden werde. Das war vor allem eine Reaktion auf die langen, verlustreichen und am Ende verlorenen Kriege der Weltmacht in Afghanistan und im Irak.
Trumps zweimaliger Wahlerfolg hatte viele Ursachen. Sein isolationistisches Versprechen, das an die frühe Geschichte der Vereinigten Staaten anknüpft, spielte dabei aber eine wichtige Rolle. Deshalb wurde der Irankrieg zu einer Zerreißprobe für seine MAGA-Bewegung. Einige prominente Influencer, die für Trumps Erfolg in der Vergangenheit wichtig waren, wandten sich öffentlich von ihm ab.
Zum anderen hat noch kein Präsident vor ihm einen breit angelegten Angriffskrieg gegen Iran begonnen.
Es gab einzelne Einsätze, wie den unter Jimmy Carter gescheiterten Versuch, Geiseln aus der US-Botschaft in Teheran zu befreien.
Trotz der offen deklarierten Feindschaft, die das iranische Regime seit der islamischen
Revolution von 1979 gegen Amerika und Israel hegt, hatte kein Präsident eine größere militärische
Auseinandersetzung gewagt. Dass Trump es nun doch tat, dürfte viele Gründe haben: die
Fortschritte im iranischen Nuklear- und Raketenprogramm, Netanjahus Drängen und Trumps
Eitelkeit.
Der schnelle Erfolg, den er zuvor in Venezuela hatte, mag zu einer Fehlkalkulation über
die Chancen und Risiken der Operation "Epic Fury" beigetragen haben.
Welche Folgen Trumps Krieg hat, wird sich erst auf längere Sicht zeigen. Eine entscheidende
Frage wird sein, ob das Regime in Teheran überlebt. Seine antiisraelische Politik ist eine Hauptursache
für die Instabilität im Nahen Osten, und seine weitreichenden Waffen stellen auch eine
Bedrohung für Europa dar.
Ungewiss ist, ob die Golfstaaten ihr Wachstumsmodell aufrechterhalten
können, denn es beruhte implizit auf einem von Amerika garantierten Stabilitätsversprechen.
Schließlich, und das ist aus deutscher Sicht besonders beachtenswert, wird es für
Europas Sicherheit darauf ankommen, wie dauerhaft der Schaden ist, den der transatlantische
Streit über den Irankrieg in der NATO hinterlassen hat.
Die Allianz war schon vorher merklich geschwächt, unter anderem durch Trumps Anspruch auf Grönland.
Praktisch jeder amerikanische Präsident der jüngeren Zeit hat einen Krieg oder zumindest einzelne militärische Operationen im Nahen Osten geführt. Donald Trump ist allerdings in zwei Hinsichten eine Besonderheit. Zum einen wollte er eigentlich überhaupt keine Kriege mehr beginnen. Eines seiner zentralen Wahlversprechen war, dass er "Amerikas ewige Kriege" beenden werde. Das war vor allem eine Reaktion auf die langen, verlustreichen und am Ende verlorenen Kriege der Weltmacht in Afghanistan und im Irak.
Trumps zweimaliger Wahlerfolg hatte viele Ursachen. Sein isolationistisches Versprechen, das an die frühe Geschichte der Vereinigten Staaten anknüpft, spielte dabei aber eine wichtige Rolle. Deshalb wurde der Irankrieg zu einer Zerreißprobe für seine MAGA-Bewegung. Einige prominente Influencer, die für Trumps Erfolg in der Vergangenheit wichtig waren, wandten sich öffentlich von ihm ab.
Zum anderen hat noch kein Präsident vor ihm einen breit angelegten Angriffskrieg gegen Iran begonnen.
Es gab einzelne Einsätze, wie den unter Jimmy Carter gescheiterten Versuch, Geiseln aus der US-Botschaft in Teheran zu befreien.
Trotz der offen deklarierten Feindschaft, die das iranische Regime seit der islamischen
Revolution von 1979 gegen Amerika und Israel hegt, hatte kein Präsident eine größere militärische
Auseinandersetzung gewagt. Dass Trump es nun doch tat, dürfte viele Gründe haben: die
Fortschritte im iranischen Nuklear- und Raketenprogramm, Netanjahus Drängen und Trumps
Eitelkeit.
Der schnelle Erfolg, den er zuvor in Venezuela hatte, mag zu einer Fehlkalkulation über
die Chancen und Risiken der Operation "Epic Fury" beigetragen haben.
Welche Folgen Trumps Krieg hat, wird sich erst auf längere Sicht zeigen. Eine entscheidende
Frage wird sein, ob das Regime in Teheran überlebt. Seine antiisraelische Politik ist eine Hauptursache
für die Instabilität im Nahen Osten, und seine weitreichenden Waffen stellen auch eine
Bedrohung für Europa dar.
Ungewiss ist, ob die Golfstaaten ihr Wachstumsmodell aufrechterhalten
können, denn es beruhte implizit auf einem von Amerika garantierten Stabilitätsversprechen.
Schließlich, und das ist aus deutscher Sicht besonders beachtenswert, wird es für
Europas Sicherheit darauf ankommen, wie dauerhaft der Schaden ist, den der transatlantische
Streit über den Irankrieg in der NATO hinterlassen hat.
Die Allianz war schon vorher merklich geschwächt, unter anderem durch Trumps Anspruch auf Grönland.