Diskriminierung von Christen in der DDR. Band 1: Militarisierung und Widerstand in den 1960er Jahren

Par : Christopher Spehr, Roland M. Lehmann, Falk Bersch, Heiner Bröckermann, Roland Cerny-Werner
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  • Nombre de pages357
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-647-50012-6
  • EAN9783647500126
  • Date de parution04/09/2023
  • Protection num.pas de protection
  • Taille21 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurVandenhoeck & Ruprecht

Résumé

In den 1960er Jahren sicherte die DDR-Regierung ihre Macht einerseits durch die Militarisierung der Gesellschaft und andererseits durch die Einschüchterung Andersdenkender. Maßnahmen wie der Mauerbau 1961 und die Einführung der Wehrpflicht 1962 führten zum Widerstandsverhalten christlicher Individuen und Gruppen aufgrund ihrer friedensethischen Überzeugungen. Der vorliegende Band widmet sich der Frage, wie sich in den 1960er Jahren die Benachteiligung von Christen in der DDR gestaltete und welche Formen von Widerstand zu beobachten sind. Versammelt sind hier 17 Beiträge, die anlässlich der Jenaer Tagung "Diskriminierung von Christen in den 1960er Jahren der DDR" vom 27.
bis 29. September 2021 von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen verfasst wurden. Der Fokus richtet sich zunächst auf die Militarisierung der Gesellschaft aus religionssoziologischer, militärtheoretischer, kirchenpolitischer und bildungspraktischer Perspektive. Danach werden Formen des christlichen Widerstandes untersucht, die das DDR-Regime zu staatlichen Gegenmaßnahmen provozierten.
Anschließend werden spezifische Arten von Diskriminierung christlicher Individuen und Gruppen analysiert und kategorisiert. Schließlich erfolgt eine konfessionelle Ausdifferenzierung der Thematik, in der Diskriminierungen speziell von Zeugen Jehovas, Mennoniten, Katholiken und Protestanten in den Blick genommen werden. Abgerundet wird der Sammelband durch ein Interview mit Rainer Eppelmann, der als Pfarrer, Bürgerrechtler, Politiker und ehemaliger Minister für Abrüstung und Verteidigung der letzten DDR-Regierung wirkte.
Dr. Christopher Spehr ist Professor für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Roland Lehmann ist Privatdozent für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsteams im Drittmittelprojekt »Diskriminierung von Christen in der DDR. Dargestellt am Beispiel von Bausoldaten, Totalverweigerern und Jugendlichen im Widerstand gegen die Wehrerziehung in den 1960er-Jahren mit Schwerpunkt Thüringer Raum« . Der Historiker Dr.
Roland Cerny-Werner lehrt als Universitätsassistent Moderne Kirchengeschichte an der Universität Salzburg. Dr. Klaus Fitschen ist Professor für Neuere und Neueste Kirchengeschichte und Antikes Christentum an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. Roland Lehmann ist Privatdozent für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsteams im Drittmittelprojekt »Diskriminierung von Christen in der DDR.
Dargestellt am Beispiel von Bausoldaten, Totalverweigerern und Jugendlichen im Widerstand gegen die Wehrerziehung in den 1960er-Jahren mit Schwerpunkt Thüringer Raum« . Dr. Claudia Lepp ist Leiterin der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte der EKD und apl. Professorin für neuere und neueste Geschichte an der LMU München. Dr. Detlef Pollack ist Professor für Religionssoziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Sprecher des Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne". Prof.
Dr. phil. Albert Scherr ist Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er ist Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Soziologie, im Rat für Migration, Redaktionsmitglied der Zeitschriften »Soziale Probleme« , »Zeitschrift für Flüchtlingsforschung« und »Sozial Extra« . Dr. Christopher Spehr ist Professor für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Siegfried Hermle, Prof.
i. R. Dr., *1955 in Ludwigsburg. 1971-1975 Evang.-theol. Seminare Schöntal und Bad Urach, 1976-1982 Studium der Evangelischen Theologie als Stipendiat des Evangelischen Stifts in Tübingen und München, 1982-1984 Vikariat in Blaubeuren, 1984-1988 Repetent am Evangelischen Stift Tübingen, 1988-1994 Assistent am Lehrstuhl für Kirchenordnung, Tübingen; 1994-2001 Pfarrer der Matthäusgemeinde Gerlingen, 2001-2021 Prof.
für Evangelische Theologie und ihre Didaktik/Historische Theologie an der Universität zu Köln. Mitglied der Kommission der Evangelischen Kirche im Rheinland für Kirchengeschichte; Stellv. Vorsitzender des Vereins für Württembergische Kirchengeschichte; Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. Harry Oelke, Dr. theol., ist Professor em. für Kirchengeschichte an der Universität München und war Vorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte.