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Waldmehrung für Klimaschutz. Abschlussbericht des Forschungsvorhabens 'KlimaWald Los 2 Biodiversitätsfördernde Waldmehrung'

Par : Justus Eberl, Florian Born, Philipp Korbmacher, Oliver Klein, Carl-Christian Meyer
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  • Nombre de pages234
  • FormatePub
  • ISBN978-3-6951-4859-2
  • EAN9783695148592
  • Date de parution24/10/2025
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille8 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Die natürlichen Kohlenstoffsenken sind aktuell die einzig wirksamen Möglichkeiten, um der Atmosphäre Kohlenstoff zu entziehen. Diese Klimaschutzleistung ist daher für die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität unverzichtbar. Dazu ist sowohl die Sicherung als auch die Steigerung der Senkenleistungen des Landnutzungs-, Landnutzungsänderungs- und Forstsektors (LULUCF) erforderlich. Angesichts einer Vielzahl von begrenzenden Faktoren in der bestehenden Landnutzung ist auch die Mehrung der Waldfläche dazu eine entscheidende Komponente.
Die Neuanlage von Wald ermöglicht darüber hinaus zahlreiche Co-Benefits für andere Gemeinwohlleistungen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz untersuchte eine interdisziplinäre Forschungsgruppe Möglichkeiten, Hemmnisse und Fördermöglichkeiten für eine Waldmehrung, die dem Klimaschutz und der Förderung der Biodiversität dient. Dazu wurde der rechtliche, ökonomische und ökologische Rahmen und die Einstellung von Praktikern zur Waldmehrung analysiert.
Die im Rahmen des Vorhabens durchgeführten rechtswissenschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und ökosystemmodellierenden Untersuchungen konnten Wege zur Lösung der Waldmehrungsproblematik aufzeigen und Potentiale beziffern. Die juristische Untersuchung zeigt Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Genehmigungsvorbehalts der Erstaufforstungsgenehmigung auf. Die ökonomische Untersuchung identifiziert Rahmenwerte, um Landnutzern attraktive Anreize für die Entwicklung von Wald auf Offenland zu bieten.
Auch die Klimaschutzwirkungen verschiedener Waldmehrungsmöglichkeiten wurden modelliert. Im Ergebnis dieser Teiluntersuchungen wird die Möglichkeit einer Neuwaldbildung beschrieben, die auch ohne waldrechtliche Genehmigung v.a. unter Rückgriff auf gestützte natürliche Prozesse biodiversitätsreiche Neuwälder ermöglicht. Die Untersuchung schließt mit dem Vorschlag einer konkreten Förderrichtlinie für potentielle Fördermittelgeber ab, die europa- und bundesrechtlichen, insb.
beihilferechtlichen Ansprüchen genügt.