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Von Christus zu Mohammed. Die vergessenen häretischen Wurzeln des Islam

Par : Huseyin Dogan
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  • Nombre de pages409
  • FormatePub
  • ISBN978-3-565-57407-0
  • EAN9783565574070
  • Date de parution21/07/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Taille994 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEmphaloz Publishing House

Résumé

Was wäre, wenn der Islam nicht in der Wüste entstanden wäre, sondern in der Kirche? Als die Christen von Najran vor Mohammed traten und sagten: "Wir waren Muslime, bevor ihr kamt" - war das bloße Höflichkeit, oder benannten sie eine vergessene Verwandtschaft? Dieses Buch folgt jenem Satz und öffnet Akte um Akte. Im Herzen steht ein einziges Wort: Hanif. Im Syrischen war ?anpa das Schimpfwort der Kirche für ihre Häretiker; der Koran nahm dasselbe Wort und machte es zum Ehrentitel der Religion Abrahams.
Wer versteht, wie aus einem Schimpfwort eine Ehre wurde, findet den Gang zwischen den Religionen. Dann öffnet sich die Linie: Paulus' Trennung von den Aposteln; Philons Logos in der christlichen Gotteslehre; der Kampf des Arius und des Nestorius um den einen Gott; Mohammeds Brief an Herakleios; der Name "Allah" im vorislamischen Mekka; die Hanifen von Waraqa bis Zayd; der Gebetsritus im syrischen Gottesdienst.
An jeder Station dieselbe Linie: Der Islam ist kein Bruch mit den monotheistischen Strömungen der Spätantike, sondern ihre natürliche Fortsetzung. Dies ist keine Polemik. Es arbeitet mit den Werkzeugen der semitischen Philologie; seine Quellen sind Texte, nicht späte Überlieferungsketten: die Briefe des Paulus, die Protokolle der Kirchenväter, syrische Tauf- und Gebetstexte, das Zeugnis des Korans.
Es fällt kein Urteil; es folgt den Belegen - nicht dem Dogma. Dem christlichen Leser gibt es die unterdrückte monotheistische Ader der eigenen Geschichte zurück; dem muslimischen Leser zeigt es das vorislamische Leben des eigenen Wortschatzes; dem Leser ohne Bindung erzählt es eine große Weitergabegeschichte: Glaube floss in Sprache, Sprache in ein Reich, ein Reich in eine neue Religion. Dieses Buch nimmt niemandem seine Religion; es macht jeden mit der Geschichte der eigenen Wörter bekannt. Wer Tom Holland oder Karen Armstrong liest, ist hier zu Hause.
Wenn es sich schließt, liest sich der Satz von Najran anders. Vielleicht waren jene Christen nicht bloß höflich