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Kriminalfälle im Vatikan. Was hat der Vatikan zu verbergen?

Par : Walter Brendel
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  • Nombre de pages88
  • FormatePub
  • ISBN978-3-96651-435-4
  • EAN9783966514354
  • Date de parution07/06/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille10 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBROKATBOOK

Résumé

Der Vatikan - ein Ort des Glaubens und dunkler Geheimnisse. Ein mysteriöser Mehrfachmord, ein beinahe tödliches Attentat und eine erpresserische Entführung werfen noch immer Fragen auf. Wer steckt hinter den Verbrechen? Die Geheimdienste, die Mafia oder gar der Klerus selbst? Ist es Intransparenz, die Spekulationen befördert, oder hat der Vatikan tatsächlich etwas zu vertuschen? Die Angehörigen der Opfer fordern Gewissheit.
4. Mai 1998. Gegen 21.00 Uhr findet ein Schweizer Gardist drei Leichen in der Dienstwohnung seines Kommandanten. Die Opfer: Alois Estermann, der Kommandant der päpstlichen Elite-Truppe, dessen Ehefrau Gladys und der junge Gardist Cédric Tornay. Alle drei starben durch Pistolenschüsse, doch niemand der Nachbarn hat diese gehört. Die genauen Umstände des Mehrfachmords sind bis heute ungeklärt, auch wenn der Vatikan den Fall nach neun Monaten als Wahnsinnstat von Cédric Tornay zu den Akten legt.
Die Mutter des vermeintlichen Mörders, Muguette Baudat, glaubt fest an die Unschuld ihres Sohnes. Tatsächlich legt eine zweite unabhängige Obduktion der Leiche ihres Sohnes den Verdacht nahe, dass die offizielle Version des Tathergangs so nicht stimmen kann. Nach der Tat wurde die Wohnung zwar untersucht, jedoch nur von Ermittlern des Vatikans. Diese, stellte die Baudats Anwältin Laura Sgrò später fest, hätten dabei nicht einmal alle Handschuhe getragen.
Insgesamt hielten sich laut den Akten über 20 Personen nach dem Mord dort auf. Dennoch sei das gefundene Blut nicht untersucht worden. Es "hätte also von irgendjemandem kommen können", kritisiert Sgrò sie findet: "All das lässt nichts anderes zu, als Zweifel über Zweifel aufkommen zu lassen." Manches erinnert an einen anderen Kriminalfall, der den Vatikan einige Jahre zuvor erschüttert hat: die Entführung von Emanuela Orlandi, der damals 15-jährigen Tochter eines Vatikanangestellten.
Bis heute ist ihr Schicksal ungewiss. Immer wieder gibt es neue Spuren. Ali Agca, der Papst-Attentäter von 1981, behauptete, dass Emanuela noch lebe. Die Ex-Geliebte eines Mafiabosses sagte aus, an der Entführung des Mädchens beteiligt gewesen zu sein. Ging es etwa um schmutzige Geschäfte der Vatikanbank? Schon der rätselhafte Tod von Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen im Amt wird mit den mafiösen Machenschaften des Finanzinstituts in Verbindung gebracht.
Hängen die Fälle möglicherweise zusammen, wie Pietro Orlandi, der Bruder Emanuelas, glaubt? Die Familien der Opfer kämpfen weiter für Wahrheit und Gerechtigkeit.