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Silvia sucht Zärtlichkeit. Sophienlust 240 – Familienroman
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- Nombre de pages100
- FormatePub
- ISBN978-3-7409-2016-6
- EAN9783740920166
- Date de parution30/09/2018
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille188 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurKelter Media
Résumé
Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Endlich war das Kind eingeschlafen, den neuen Teddy fest an sich gedrückt.
Die blonden Löckchen des kleinen Mädchens vermischten sich mit der flauschigen Pracht des Plüschtieres, dessen funkelnagelneue Schönheit noch nicht unter den Liebkosungen seiner Besitzerin gelitten hatte. Sogar die himmelblaue Halsschleife besaß der Teddy noch. Sie war allerdings bereits ein wenig zerknittert, denn Silvi hatte darauf bestanden, sie herunterzunehmen und selbst frisch zu binden. Valerie Pammer blickte zärtlich auf ihr schlummerndes Töchterchen, dessen rundliche Wangen rosig angehaucht waren, zog die Decke ein Stück höher, knippste die Lampe aus und schlüpfte leise aus dem Kinderzimmer.
Doch zugleich mit dem Schließen der Tür erlosch das Lächeln in ihren blauen Augen. Im Wohnraum duftete der Tannenbaum nach Weihnachten, Behaglichkeit und Familienglück. Zerrissenes Geschenkpapier und Goldbänder lagen auf dem Fußboden, auf dem Silvi ihre Päckchen ausgewickelt hatte. Die junge Frau bückte sich mechanisch, hob das Papier und die Bänder auf, zerknüllte alles und warf diese kümmerlichen Überbleibsel des Weihnachtsabends in den Papierkorb, den sie selbst vor ungefähr einem Monat aus einer Waschpulvertonne und einem Tapetenrest gebastelt hatte.
Wie heiter und zuversichtlich war sie damals gewesen! Gewiss, sie hatte sparen müssen. Zwei Hemden, eine Krawatte und der selbstgebastelte Papierkorb waren die einzigen Geschenke gewesen, die sie Oskar hatte bieten können, aber er hätte sich darüber gefreut. Er hätte gelacht und sie in die Arme geschlossen. Dann hätte er ihr sein Geschenk in die Hand gedrückt, das sich wahrscheinlich als kostspieliges, überflüssiges und ganz und gar unnützes Ding entpuppt hätte. Valerie setzte sich neben die moderne lederbezogene Wohnzimmerbank, für
Die blonden Löckchen des kleinen Mädchens vermischten sich mit der flauschigen Pracht des Plüschtieres, dessen funkelnagelneue Schönheit noch nicht unter den Liebkosungen seiner Besitzerin gelitten hatte. Sogar die himmelblaue Halsschleife besaß der Teddy noch. Sie war allerdings bereits ein wenig zerknittert, denn Silvi hatte darauf bestanden, sie herunterzunehmen und selbst frisch zu binden. Valerie Pammer blickte zärtlich auf ihr schlummerndes Töchterchen, dessen rundliche Wangen rosig angehaucht waren, zog die Decke ein Stück höher, knippste die Lampe aus und schlüpfte leise aus dem Kinderzimmer.
Doch zugleich mit dem Schließen der Tür erlosch das Lächeln in ihren blauen Augen. Im Wohnraum duftete der Tannenbaum nach Weihnachten, Behaglichkeit und Familienglück. Zerrissenes Geschenkpapier und Goldbänder lagen auf dem Fußboden, auf dem Silvi ihre Päckchen ausgewickelt hatte. Die junge Frau bückte sich mechanisch, hob das Papier und die Bänder auf, zerknüllte alles und warf diese kümmerlichen Überbleibsel des Weihnachtsabends in den Papierkorb, den sie selbst vor ungefähr einem Monat aus einer Waschpulvertonne und einem Tapetenrest gebastelt hatte.
Wie heiter und zuversichtlich war sie damals gewesen! Gewiss, sie hatte sparen müssen. Zwei Hemden, eine Krawatte und der selbstgebastelte Papierkorb waren die einzigen Geschenke gewesen, die sie Oskar hatte bieten können, aber er hätte sich darüber gefreut. Er hätte gelacht und sie in die Arme geschlossen. Dann hätte er ihr sein Geschenk in die Hand gedrückt, das sich wahrscheinlich als kostspieliges, überflüssiges und ganz und gar unnützes Ding entpuppt hätte. Valerie setzte sich neben die moderne lederbezogene Wohnzimmerbank, für























