Nouveauté
Kein Zentrum mehr. Aufstieg ohne Erlaubnis — Wie eine neue Weltordnung entsteht, bevor die alte zu Ende geht
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- Nombre de pages513
- FormatePub
- ISBN978-3-565-63376-0
- EAN9783565633760
- Date de parution11/08/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Es gibt Momente in der Geschichte, in denen eine Ordnung nicht zusammenbricht, sondern schlicht umgangen wird. Nicht durch Krieg, nicht durch Revolution, sondern durch eine stille Akkumulation von Entscheidungen - von Staaten, Institutionen und Volkswirtschaften, die beginnen, jene Räume zu füllen, die das dominierende System nicht mehr glaubwürdig besetzen kann. Was gegenwärtig in der internationalen Politik geschieht, folgt dieser Logik.
Es ist keine Ablösung. Es ist ein Umweg. Die Geschichte imperialer Überdehnung zeigt ein wiederkehrendes Muster: Nicht die militärische Niederlage markiert den Wendepunkt, sondern der Moment, in dem die Kosten der Ordnungserhaltung die Bereitschaft übersteigen, sie zu tragen. Das Römische Reich fiel nicht, weil seine Feinde stärker waren - es fiel, weil die Infrastruktur der Kontrolle teurer wurde als der Ertrag, den sie sicherte.
Die britische Hegemonie des 19. Jahrhunderts endete nicht auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs allein, sondern in den stillen Bilanzen eines Empires, das sich seine eigene Weltordnung nicht mehr leisten konnte. Diese Muster kehren wieder - in neuer Form, unter neuen Akteuren, mit neuen Instrumenten. Aber die strukturelle Logik bleibt dieselbe. Der gegenwärtige Moment ist dadurch gekennzeichnet, dass das Vakuum nicht durch einen Herausforderer gefüllt wird, sondern durch eine Vielzahl paralleler Ordnungsversuche.
Es ist keine Ablösung. Es ist ein Umweg. Die Geschichte imperialer Überdehnung zeigt ein wiederkehrendes Muster: Nicht die militärische Niederlage markiert den Wendepunkt, sondern der Moment, in dem die Kosten der Ordnungserhaltung die Bereitschaft übersteigen, sie zu tragen. Das Römische Reich fiel nicht, weil seine Feinde stärker waren - es fiel, weil die Infrastruktur der Kontrolle teurer wurde als der Ertrag, den sie sicherte.
Die britische Hegemonie des 19. Jahrhunderts endete nicht auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs allein, sondern in den stillen Bilanzen eines Empires, das sich seine eigene Weltordnung nicht mehr leisten konnte. Diese Muster kehren wieder - in neuer Form, unter neuen Akteuren, mit neuen Instrumenten. Aber die strukturelle Logik bleibt dieselbe. Der gegenwärtige Moment ist dadurch gekennzeichnet, dass das Vakuum nicht durch einen Herausforderer gefüllt wird, sondern durch eine Vielzahl paralleler Ordnungsversuche.












