Die Dekabristen. Romanfragment, nebst weiteren Texten über Soldaten und einer Darstellung zu Tolstois Militärzeit von Pawel Birjukov
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- Nombre de pages304
- FormatePub
- ISBN978-3-7597-7362-3
- EAN9783759773623
- Date de parution31/07/2024
- Protection num.pas de protection
- Taille5 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurBooks on Demand
Résumé
Dieser Band enthält die wenigen überkommenen Bruchstücke zu Tolstois Roman "Die Dekabristen" (konzipiert ab 1860). Das nie vollendete Werk wird als eine Art Vorstufe zum Klassiker "Krieg und Frieden" betrachtet. Es sollte die Geschichte jener reformbereiten Offiziere nachzeichnen, die sich im Dezember 1825 zu Tausenden in Sankt Petersburg gegen den neuen Zaren Nikolaus I. gestellt haben. Nach dem Scheitern des Aufstandes ließ der Selbstherrscher führende Initiatoren hinrichten und zahllose "Dezembermänner" einkerkern oder nach Sibirien verbannen.
Heimkehrer aus der Verbannung konnten ab 1856 als Vorbilder des Freiheitsringens gelten. In einer zweiten Abteilung unserer Sammlung werden fünf weitere Texte des russischen Dichters über Soldaten und ihre Schicksale dargeboten: "Wie russische Soldaten sterben" (1854); "Onkelchen Shdanow und der Kavalier Tschernow" (1854); "Jermak und die Eroberung Sibiriens" (1862); "Der Gefangene im Kaukasus" (1872); "Nikolaus Palkin" (1886).
Die frühen Skizzen und Erzählungen sind insgesamt zweigesichtig. Einerseits gibt es noch Bewunderung für Opferbereitschaft und patriotisches "Heldentum". Andererseits beleuchtet der Autor schon die Menschenverachtung im Militär: "Sie schlugen ihn nicht etwa, damit er es besser machte, sondern weil er ein Soldat war, und ein Soldat muss geschlagen werden. ... Sobald ein Gedanke in seinem Kopf auftauchte, erschrak er, als handele es sich um eine unreine Besessenheit, und versuchte zu schlafen" (Onkelchen Shdanow ..., 1854).
Erst der späte Tolstoi brandmarkt - als entschiedener Christ jenseits der blasphemischen Staatskirchenideologie - den Soldatenberuf ohne Hintertüren als Sklavendienst, Mordhandwerk und systematische Zerstörung des Gewissens (Nikolaus Palkin, 1886). Die ausgewählten Übersetzungen stammen u.a. von Hanny Brentano, L. Albert Hauff, Raphael Löwenfeld und Vera v. Mitrofanov. Der Anhang enthält eine sehr umfangreiche biographische Dokumentation von Pavel Birjukov (1906) über Tolstois eigene Militärjahre 1851-1856. Tolstoi-Friedensbibliothek Reihe C, Band 4 (Signatur TFb_C004). Herausgegeben von Peter Bürger.
Heimkehrer aus der Verbannung konnten ab 1856 als Vorbilder des Freiheitsringens gelten. In einer zweiten Abteilung unserer Sammlung werden fünf weitere Texte des russischen Dichters über Soldaten und ihre Schicksale dargeboten: "Wie russische Soldaten sterben" (1854); "Onkelchen Shdanow und der Kavalier Tschernow" (1854); "Jermak und die Eroberung Sibiriens" (1862); "Der Gefangene im Kaukasus" (1872); "Nikolaus Palkin" (1886).
Die frühen Skizzen und Erzählungen sind insgesamt zweigesichtig. Einerseits gibt es noch Bewunderung für Opferbereitschaft und patriotisches "Heldentum". Andererseits beleuchtet der Autor schon die Menschenverachtung im Militär: "Sie schlugen ihn nicht etwa, damit er es besser machte, sondern weil er ein Soldat war, und ein Soldat muss geschlagen werden. ... Sobald ein Gedanke in seinem Kopf auftauchte, erschrak er, als handele es sich um eine unreine Besessenheit, und versuchte zu schlafen" (Onkelchen Shdanow ..., 1854).
Erst der späte Tolstoi brandmarkt - als entschiedener Christ jenseits der blasphemischen Staatskirchenideologie - den Soldatenberuf ohne Hintertüren als Sklavendienst, Mordhandwerk und systematische Zerstörung des Gewissens (Nikolaus Palkin, 1886). Die ausgewählten Übersetzungen stammen u.a. von Hanny Brentano, L. Albert Hauff, Raphael Löwenfeld und Vera v. Mitrofanov. Der Anhang enthält eine sehr umfangreiche biographische Dokumentation von Pavel Birjukov (1906) über Tolstois eigene Militärjahre 1851-1856. Tolstoi-Friedensbibliothek Reihe C, Band 4 (Signatur TFb_C004). Herausgegeben von Peter Bürger.
Dieser Band enthält die wenigen überkommenen Bruchstücke zu Tolstois Roman "Die Dekabristen" (konzipiert ab 1860). Das nie vollendete Werk wird als eine Art Vorstufe zum Klassiker "Krieg und Frieden" betrachtet. Es sollte die Geschichte jener reformbereiten Offiziere nachzeichnen, die sich im Dezember 1825 zu Tausenden in Sankt Petersburg gegen den neuen Zaren Nikolaus I. gestellt haben. Nach dem Scheitern des Aufstandes ließ der Selbstherrscher führende Initiatoren hinrichten und zahllose "Dezembermänner" einkerkern oder nach Sibirien verbannen.
Heimkehrer aus der Verbannung konnten ab 1856 als Vorbilder des Freiheitsringens gelten. In einer zweiten Abteilung unserer Sammlung werden fünf weitere Texte des russischen Dichters über Soldaten und ihre Schicksale dargeboten: "Wie russische Soldaten sterben" (1854); "Onkelchen Shdanow und der Kavalier Tschernow" (1854); "Jermak und die Eroberung Sibiriens" (1862); "Der Gefangene im Kaukasus" (1872); "Nikolaus Palkin" (1886).
Die frühen Skizzen und Erzählungen sind insgesamt zweigesichtig. Einerseits gibt es noch Bewunderung für Opferbereitschaft und patriotisches "Heldentum". Andererseits beleuchtet der Autor schon die Menschenverachtung im Militär: "Sie schlugen ihn nicht etwa, damit er es besser machte, sondern weil er ein Soldat war, und ein Soldat muss geschlagen werden. ... Sobald ein Gedanke in seinem Kopf auftauchte, erschrak er, als handele es sich um eine unreine Besessenheit, und versuchte zu schlafen" (Onkelchen Shdanow ..., 1854).
Erst der späte Tolstoi brandmarkt - als entschiedener Christ jenseits der blasphemischen Staatskirchenideologie - den Soldatenberuf ohne Hintertüren als Sklavendienst, Mordhandwerk und systematische Zerstörung des Gewissens (Nikolaus Palkin, 1886). Die ausgewählten Übersetzungen stammen u.a. von Hanny Brentano, L. Albert Hauff, Raphael Löwenfeld und Vera v. Mitrofanov. Der Anhang enthält eine sehr umfangreiche biographische Dokumentation von Pavel Birjukov (1906) über Tolstois eigene Militärjahre 1851-1856. Tolstoi-Friedensbibliothek Reihe C, Band 4 (Signatur TFb_C004). Herausgegeben von Peter Bürger.
Heimkehrer aus der Verbannung konnten ab 1856 als Vorbilder des Freiheitsringens gelten. In einer zweiten Abteilung unserer Sammlung werden fünf weitere Texte des russischen Dichters über Soldaten und ihre Schicksale dargeboten: "Wie russische Soldaten sterben" (1854); "Onkelchen Shdanow und der Kavalier Tschernow" (1854); "Jermak und die Eroberung Sibiriens" (1862); "Der Gefangene im Kaukasus" (1872); "Nikolaus Palkin" (1886).
Die frühen Skizzen und Erzählungen sind insgesamt zweigesichtig. Einerseits gibt es noch Bewunderung für Opferbereitschaft und patriotisches "Heldentum". Andererseits beleuchtet der Autor schon die Menschenverachtung im Militär: "Sie schlugen ihn nicht etwa, damit er es besser machte, sondern weil er ein Soldat war, und ein Soldat muss geschlagen werden. ... Sobald ein Gedanke in seinem Kopf auftauchte, erschrak er, als handele es sich um eine unreine Besessenheit, und versuchte zu schlafen" (Onkelchen Shdanow ..., 1854).
Erst der späte Tolstoi brandmarkt - als entschiedener Christ jenseits der blasphemischen Staatskirchenideologie - den Soldatenberuf ohne Hintertüren als Sklavendienst, Mordhandwerk und systematische Zerstörung des Gewissens (Nikolaus Palkin, 1886). Die ausgewählten Übersetzungen stammen u.a. von Hanny Brentano, L. Albert Hauff, Raphael Löwenfeld und Vera v. Mitrofanov. Der Anhang enthält eine sehr umfangreiche biographische Dokumentation von Pavel Birjukov (1906) über Tolstois eigene Militärjahre 1851-1856. Tolstoi-Friedensbibliothek Reihe C, Band 4 (Signatur TFb_C004). Herausgegeben von Peter Bürger.






















