- Accueil /
- Dietrich Korsch
Dietrich Korsch

Dernière sortie
Pannenberg im Kontext I
Frühwerke bieten oft einen unmittelbaren Zugang zu den Grundimpulsen eines Denkens. So steht auch bei Wolfhart Pannenberg früh ein zentrales Motiv: die These, dass Subjekt und Objekt einander wechselseitig konstituieren. Mit ihr grenzt er sich sowohl vom Materialismus eines Karl Marx und Ludwig Feuerbach als auch vom Idealismus G. W. F. Hegel ab. Während jene die subjektive Dimension von Erkenntnis unterschätzen, vernachlässigt Hegel nach Pannenberg die Abhängigkeit des Bewusstseins von äußeren Gegenständen.
Allen gemeinsam ist für ihn eine problematische Vorrangstellung des Allgemeinen gegenüber dem Individuellen, die vom konkreten Menschen abstrahiert. Diese kritische Positionsbestimmung bildet die Grundlage für Pannenbergs späteres Werk. Programmatisch wird sie in "Offenbarung als Geschichte" (1961), wo Geschichte zum zentralen Ort theologischer Erkenntnis wird. Seine Theologie entwickelt sich dabei im Dialog mit zeitgenössischen Umbrüchen.
Die 1950er- und 60er-Jahre der Bundesrepublik sind geprägt von Wiederaufbau, gesellschaftlicher Stabilisierung und zugleich wachsender Dynamik von Modernisierung und Liberalisierung. Politische Entwicklungen - von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard bis zu Willy Brandt - sowie soziale Veränderungen wie Urbanisierung und schwindende Kirchenbindung bilden den historischen Hintergrund. Pannenbergs akademische Laufbahn und seine Hauptwerke entstehen in engem Zusammenhang mit diesen Prozessen.
Seine Theologie ist daher nicht nur systematisch, sondern auch geschichtsbewusst angelegt. Sie reflektiert die Wechselwirkung von Denken und Zeitgeschehen und versteht sich als diskursives Projekt zwischen Kritik und Konstruktion. Auch spätere Entwicklungen - etwa die Umbrüche um 1989/90 - bilden einen wichtigen Kontext. Am Ende steht die Einsicht, dass sowohl Geschichte als auch Identität narrativ erschlossen werden.
Allen gemeinsam ist für ihn eine problematische Vorrangstellung des Allgemeinen gegenüber dem Individuellen, die vom konkreten Menschen abstrahiert. Diese kritische Positionsbestimmung bildet die Grundlage für Pannenbergs späteres Werk. Programmatisch wird sie in "Offenbarung als Geschichte" (1961), wo Geschichte zum zentralen Ort theologischer Erkenntnis wird. Seine Theologie entwickelt sich dabei im Dialog mit zeitgenössischen Umbrüchen.
Die 1950er- und 60er-Jahre der Bundesrepublik sind geprägt von Wiederaufbau, gesellschaftlicher Stabilisierung und zugleich wachsender Dynamik von Modernisierung und Liberalisierung. Politische Entwicklungen - von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard bis zu Willy Brandt - sowie soziale Veränderungen wie Urbanisierung und schwindende Kirchenbindung bilden den historischen Hintergrund. Pannenbergs akademische Laufbahn und seine Hauptwerke entstehen in engem Zusammenhang mit diesen Prozessen.
Seine Theologie ist daher nicht nur systematisch, sondern auch geschichtsbewusst angelegt. Sie reflektiert die Wechselwirkung von Denken und Zeitgeschehen und versteht sich als diskursives Projekt zwischen Kritik und Konstruktion. Auch spätere Entwicklungen - etwa die Umbrüche um 1989/90 - bilden einen wichtigen Kontext. Am Ende steht die Einsicht, dass sowohl Geschichte als auch Identität narrativ erschlossen werden.
Frühwerke bieten oft einen unmittelbaren Zugang zu den Grundimpulsen eines Denkens. So steht auch bei Wolfhart Pannenberg früh ein zentrales Motiv: die These, dass Subjekt und Objekt einander wechselseitig konstituieren. Mit ihr grenzt er sich sowohl vom Materialismus eines Karl Marx und Ludwig Feuerbach als auch vom Idealismus G. W. F. Hegel ab. Während jene die subjektive Dimension von Erkenntnis unterschätzen, vernachlässigt Hegel nach Pannenberg die Abhängigkeit des Bewusstseins von äußeren Gegenständen.
Allen gemeinsam ist für ihn eine problematische Vorrangstellung des Allgemeinen gegenüber dem Individuellen, die vom konkreten Menschen abstrahiert. Diese kritische Positionsbestimmung bildet die Grundlage für Pannenbergs späteres Werk. Programmatisch wird sie in "Offenbarung als Geschichte" (1961), wo Geschichte zum zentralen Ort theologischer Erkenntnis wird. Seine Theologie entwickelt sich dabei im Dialog mit zeitgenössischen Umbrüchen.
Die 1950er- und 60er-Jahre der Bundesrepublik sind geprägt von Wiederaufbau, gesellschaftlicher Stabilisierung und zugleich wachsender Dynamik von Modernisierung und Liberalisierung. Politische Entwicklungen - von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard bis zu Willy Brandt - sowie soziale Veränderungen wie Urbanisierung und schwindende Kirchenbindung bilden den historischen Hintergrund. Pannenbergs akademische Laufbahn und seine Hauptwerke entstehen in engem Zusammenhang mit diesen Prozessen.
Seine Theologie ist daher nicht nur systematisch, sondern auch geschichtsbewusst angelegt. Sie reflektiert die Wechselwirkung von Denken und Zeitgeschehen und versteht sich als diskursives Projekt zwischen Kritik und Konstruktion. Auch spätere Entwicklungen - etwa die Umbrüche um 1989/90 - bilden einen wichtigen Kontext. Am Ende steht die Einsicht, dass sowohl Geschichte als auch Identität narrativ erschlossen werden.
Allen gemeinsam ist für ihn eine problematische Vorrangstellung des Allgemeinen gegenüber dem Individuellen, die vom konkreten Menschen abstrahiert. Diese kritische Positionsbestimmung bildet die Grundlage für Pannenbergs späteres Werk. Programmatisch wird sie in "Offenbarung als Geschichte" (1961), wo Geschichte zum zentralen Ort theologischer Erkenntnis wird. Seine Theologie entwickelt sich dabei im Dialog mit zeitgenössischen Umbrüchen.
Die 1950er- und 60er-Jahre der Bundesrepublik sind geprägt von Wiederaufbau, gesellschaftlicher Stabilisierung und zugleich wachsender Dynamik von Modernisierung und Liberalisierung. Politische Entwicklungen - von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard bis zu Willy Brandt - sowie soziale Veränderungen wie Urbanisierung und schwindende Kirchenbindung bilden den historischen Hintergrund. Pannenbergs akademische Laufbahn und seine Hauptwerke entstehen in engem Zusammenhang mit diesen Prozessen.
Seine Theologie ist daher nicht nur systematisch, sondern auch geschichtsbewusst angelegt. Sie reflektiert die Wechselwirkung von Denken und Zeitgeschehen und versteht sich als diskursives Projekt zwischen Kritik und Konstruktion. Auch spätere Entwicklungen - etwa die Umbrüche um 1989/90 - bilden einen wichtigen Kontext. Am Ende steht die Einsicht, dass sowohl Geschichte als auch Identität narrativ erschlossen werden.
Les livres de Dietrich Korsch

Mutterwerden als religiöse Erfahrung?. Theologische und gemeindepädagogische Perspektiven einer Begleitung werdender Mütter
Fiona Frank, Dietrich Korsch, Cornelia Richter
E-book
58,99 €

Die Wirklichkeit Gottes und die Geschichtlichkeit Jesu Christi
Wilhelm Herrmann, Dietrich Korsch
E-book
19,99 €

Geistesgegenwart. Spiritualität in der theologischen Ausbildung und im Pfarramt
Dietrich Korsch, Johannes Schilling
E-book
29,99 €

Heilige Sprachen?. Zur Debatte um die Sprachen der Bibel im Studium der Theologie
Dietrich Korsch, Johannes Schilling
E-book
14,99 €

26,99 €

7,99 €

Innenansichten. Zum professionellen Umgang mit Religion im Pfarramt
Bernhard Dressler, Andreas Feige, Dietlind Fischer, Dietrich Korsch, Albrecht Schöll
E-book
31,99 €

Martin Luther: Deutsch-Deutsche Studienausgabe. Band 3. Christ und Welt (Hrsg. u. eingel. von Hellmut Zschoch)
Johannes Schilling, Albrecht Beutel, Dietrich Korsch, Notger Slenczka, Hellmut Zschoch
E-book
69,99 €

Herausforderung Reformation. Reformationsgeschichte zwischen theologischer Deutung und historischer Forschung
Volker Leppin, Michael Beyer, Martin Hauger, Luise Schorn-Schütte, Dietrich Korsch
E-book
30,00 €

Das Evangelium in der Geschichte der Frömmigkeit. Kirchengeschichtliche Aufsätze
Johannes Schilling, Dietrich Korsch, Jan Lohrengel
E-book
52,99 €

19,99 €

Martin Luther: Deutsch-Deutsche Studienausgabe. Band 2. Wort und Sakrament (Hrsg. u. eingel. von Dietrich Korsch und Johannes Schilling)
Johannes Schilling, Albrecht Beutel, Dietrich Korsch, Notger Slenczka, Hellmut Zschoch
E-book
62,99 €

Stiftsgeschichte(n). 250 Jahre Theologisches Stift der Universität Göttingen (1765–2015)
Bernd Schröder, Heiko Wojtkowiak, Joachim Weinhardt, Dietrich Korsch, Martin Keßler
E-book
79,00 €

Martin Luther: Deutsch-Deutsche Studienausgabe. Band 1. Glaube und Leben (Hrsg. u. eingel. von Dietrich Korsch)
Martin Luther, Johannes Schilling, Albrecht Beutel, Dietrich Korsch, Hellmut Zschoch
E-book
43,99 €
