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Levin Schücking

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Der hinkende Teufel
Alain René Lesages "Der hinkende Teufel" (1707) ist ein satirischer Schelmen- und Gesellschaftsroman, der die Grenzen zwischen fantastischer Erzählung, moralischer Kritik und urbaner Charakterstudie bewusst überschreitet. Der Student Don Cleophas wird von dem Dämon Asmodeus, dem hinkenden Teufel, aus einer misslichen Lage befreit und erhält dafür Einblick in die verborgenen Wohnungen und Geheimnisse Madrids.
Indem die Dächer angehoben werden, enthüllt der Roman Ehebruch, Gier, Standesdünkel, religiöse Heuchelei und die Mechanismen sozialer Macht. Die episodische Komposition, der pointierte Dialog und die Verbindung von Übernatürlichem und realistischer Beobachtung verleihen dem Werk eine bewegliche, aufklärerische Ironie. Zugleich steht es in der Tradition der spanischen Satire, insbesondere von Luis Vélez de Guevaras "El diablo cojuelo", die Lesage eigenständig für das französische Publikum umformte.
Lesage (1668-1747), ausgebildeter Jurist und vielseitiger französischer Schriftsteller, arbeitete als Romancier, Dramatiker und Übersetzer. Seine intensive Beschäftigung mit der spanischen Literatur prägte seine Darstellung gesellschaftlicher Typen und seine Vorliebe für erzählerische Beweglichkeit. In einer Epoche wachsender Kritik an höfischen und bürgerlichen Institutionen fand er im satirischen Roman ein Mittel, soziale Widersprüche unterhaltsam, aber schonungslos sichtbar zu machen.
Seine Erfahrungen mit literarischer Abhängigkeit und finanzieller Unsicherheit schärften dabei vermutlich seinen Blick für Rang, Besitz und Schein. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Fantastik nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Instrument ihrer Entlarvung verstehen. Lesage verbindet Witz, Handlung und gesellschaftliche Analyse zu einem geistreich komponierten Panorama menschlicher Schwächen.
"Der hinkende Teufel" ist daher sowohl ein reizvoller Klassiker der europäischen Satire als auch ein aufschlussreiches Dokument des Übergangs zur modernen Gesellschaftskritik.
Indem die Dächer angehoben werden, enthüllt der Roman Ehebruch, Gier, Standesdünkel, religiöse Heuchelei und die Mechanismen sozialer Macht. Die episodische Komposition, der pointierte Dialog und die Verbindung von Übernatürlichem und realistischer Beobachtung verleihen dem Werk eine bewegliche, aufklärerische Ironie. Zugleich steht es in der Tradition der spanischen Satire, insbesondere von Luis Vélez de Guevaras "El diablo cojuelo", die Lesage eigenständig für das französische Publikum umformte.
Lesage (1668-1747), ausgebildeter Jurist und vielseitiger französischer Schriftsteller, arbeitete als Romancier, Dramatiker und Übersetzer. Seine intensive Beschäftigung mit der spanischen Literatur prägte seine Darstellung gesellschaftlicher Typen und seine Vorliebe für erzählerische Beweglichkeit. In einer Epoche wachsender Kritik an höfischen und bürgerlichen Institutionen fand er im satirischen Roman ein Mittel, soziale Widersprüche unterhaltsam, aber schonungslos sichtbar zu machen.
Seine Erfahrungen mit literarischer Abhängigkeit und finanzieller Unsicherheit schärften dabei vermutlich seinen Blick für Rang, Besitz und Schein. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Fantastik nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Instrument ihrer Entlarvung verstehen. Lesage verbindet Witz, Handlung und gesellschaftliche Analyse zu einem geistreich komponierten Panorama menschlicher Schwächen.
"Der hinkende Teufel" ist daher sowohl ein reizvoller Klassiker der europäischen Satire als auch ein aufschlussreiches Dokument des Übergangs zur modernen Gesellschaftskritik.
Alain René Lesages "Der hinkende Teufel" (1707) ist ein satirischer Schelmen- und Gesellschaftsroman, der die Grenzen zwischen fantastischer Erzählung, moralischer Kritik und urbaner Charakterstudie bewusst überschreitet. Der Student Don Cleophas wird von dem Dämon Asmodeus, dem hinkenden Teufel, aus einer misslichen Lage befreit und erhält dafür Einblick in die verborgenen Wohnungen und Geheimnisse Madrids.
Indem die Dächer angehoben werden, enthüllt der Roman Ehebruch, Gier, Standesdünkel, religiöse Heuchelei und die Mechanismen sozialer Macht. Die episodische Komposition, der pointierte Dialog und die Verbindung von Übernatürlichem und realistischer Beobachtung verleihen dem Werk eine bewegliche, aufklärerische Ironie. Zugleich steht es in der Tradition der spanischen Satire, insbesondere von Luis Vélez de Guevaras "El diablo cojuelo", die Lesage eigenständig für das französische Publikum umformte.
Lesage (1668-1747), ausgebildeter Jurist und vielseitiger französischer Schriftsteller, arbeitete als Romancier, Dramatiker und Übersetzer. Seine intensive Beschäftigung mit der spanischen Literatur prägte seine Darstellung gesellschaftlicher Typen und seine Vorliebe für erzählerische Beweglichkeit. In einer Epoche wachsender Kritik an höfischen und bürgerlichen Institutionen fand er im satirischen Roman ein Mittel, soziale Widersprüche unterhaltsam, aber schonungslos sichtbar zu machen.
Seine Erfahrungen mit literarischer Abhängigkeit und finanzieller Unsicherheit schärften dabei vermutlich seinen Blick für Rang, Besitz und Schein. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Fantastik nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Instrument ihrer Entlarvung verstehen. Lesage verbindet Witz, Handlung und gesellschaftliche Analyse zu einem geistreich komponierten Panorama menschlicher Schwächen.
"Der hinkende Teufel" ist daher sowohl ein reizvoller Klassiker der europäischen Satire als auch ein aufschlussreiches Dokument des Übergangs zur modernen Gesellschaftskritik.
Indem die Dächer angehoben werden, enthüllt der Roman Ehebruch, Gier, Standesdünkel, religiöse Heuchelei und die Mechanismen sozialer Macht. Die episodische Komposition, der pointierte Dialog und die Verbindung von Übernatürlichem und realistischer Beobachtung verleihen dem Werk eine bewegliche, aufklärerische Ironie. Zugleich steht es in der Tradition der spanischen Satire, insbesondere von Luis Vélez de Guevaras "El diablo cojuelo", die Lesage eigenständig für das französische Publikum umformte.
Lesage (1668-1747), ausgebildeter Jurist und vielseitiger französischer Schriftsteller, arbeitete als Romancier, Dramatiker und Übersetzer. Seine intensive Beschäftigung mit der spanischen Literatur prägte seine Darstellung gesellschaftlicher Typen und seine Vorliebe für erzählerische Beweglichkeit. In einer Epoche wachsender Kritik an höfischen und bürgerlichen Institutionen fand er im satirischen Roman ein Mittel, soziale Widersprüche unterhaltsam, aber schonungslos sichtbar zu machen.
Seine Erfahrungen mit literarischer Abhängigkeit und finanzieller Unsicherheit schärften dabei vermutlich seinen Blick für Rang, Besitz und Schein. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Fantastik nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Instrument ihrer Entlarvung verstehen. Lesage verbindet Witz, Handlung und gesellschaftliche Analyse zu einem geistreich komponierten Panorama menschlicher Schwächen.
"Der hinkende Teufel" ist daher sowohl ein reizvoller Klassiker der europäischen Satire als auch ein aufschlussreiches Dokument des Übergangs zur modernen Gesellschaftskritik.
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