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Waisenkind Alida – endlich zu Hause. Mami 1926 – Familienroman

Par : Lisa Simon
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  • Nombre de pages100
  • FormatePub
  • ISBN978-3-7409-2988-6
  • EAN9783740929886
  • Date de parution22/05/2018
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille235 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurKelter Media

Résumé

Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen.
Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami. Traurig preßte die sechsjährige Alida ihre kleine Nase gegen die kühle Fensterscheibe. Dort unten im Hof wurde gerade ein anderes kleines Mädchen von seinen neuen überstolzen Eltern abgeholt. Dieses Kind war allerdings kaum zwei Jahre alt, und Alida wußte, daß so kleine Kinder schnell ein Ehepaar fanden, das sie adoptierte.
Mit einem tiefen Seufzer wendete sich Alida Lorenz an diesem verregneten Sonntagnachmittag wieder ihrem Malbuch zu. Ihre leibliche Mutter war bei der Geburt gestorben, hatte man ihr erzählt - und ihr Vater war den Behörden unbekannt. So hatte das niedliche blonde Mädchen mit den lustigen Sommersprossen auf der Nasenspitze nie etwas anderes als das Städtische Waisenhaus kennengelernt. Eigentlich hätte sie sich an dieses Leben längst gewöhnen müssen, doch das tat sie nicht.
In ihren kindlichen Träumen tauchte immer wieder ein nettes Ehepaar auf, das kein anderes Kind als Alida bei sich aufnehmen wollte. Doch je älter das Mädchen wurde, desto tiefer sank die Hoffnung auf ein richtiges Zuhause. Die Betreuerinnen im Heim waren zwar alle sehr lieb und schimpften nur hin und wieder, trotzdem bekamen die Kinder längst nicht die Zuneigung, die sie brauchten. »Was malst du denn da?« Kristin, im selben Alter wie Alida und gleichzeitig ihre Zimmergenossin, beugte sich leicht vor, um genauer sehen zu können.
»Guck mal, du hast überall drübergemalt. Alida zuckte die Schultern. »Na und? Ich habe sowieso keine Lust mehr, in diesem dummen Buch zu malen. »Wollen wir was spielen?« schlug Kristin gutgelaunt vor. Sie war zwar auch Vollwaise, doch bemühten sich die Großeltern bereits um das Sorgerecht für sie, so daß es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das Mädchen dem Waisenhaus für immer den Rücken kehren konnte.
Leider gab es in Alidas Leben keine Verwandtschaft, die sie zu sich nehmen könnte.