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Spinoza in 60 Minuten

Par : Walther Ziegler
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  • Nombre de pages136
  • FormatePub
  • ISBN978-3-6951-6815-6
  • EAN9783695168156
  • Date de parution30/03/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille2 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Der niederländische Philosoph Baruch de Spinoza (1632-1677) hatte einen radikalen Kerngedanken: Die Natur und Gott seien ein und dasselbe -eine gewaltige, unpersönliche Kraft, die nicht in das Leben der Menschen eingreife. Das Universum folge lediglich seinen eigenen ehernen Naturgesetzen; denn, so Spinoza, "die Macht der Natur ist eben die Macht Gottes (...)." Als Albert Einstein gefragt wurde, ob er an Gott glaube, antwortete er: "Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der geordneten Harmonie des Bestehenden offenbart, nicht an einen Gott, der sich um Schicksale und Taten der Menschen kümmert." Tatsächlich ist Gott für Spinoza und Einstein keine über allem schwebende Macht, die uns nach dem Tod belohnt oder bestraft, sondern die dem Universum zugrunde liegende Naturgesetzmäßigkeit.
Da Gott somit gemäß Spinoza nichts anderes ist als die Naturgesetze selbst, könne es auch keine Wunder geben, bei denen Gott den natürlichen Ablauf auf wundersame Weise verändert: "Wenn jemand behauptete, Gott tue etwas gegen die Gesetze der Natur, dann müsste er unausweichlich zugleich behaupten, Gott handle gegen seine eigene Natur." Für diese Aussagen wurde Spinoza von seinen Zeitgenossen exkommuniziert, und seine Bücher wurden verboten.
Für die einen ist er Atheist, weil er keinen persönlichen Gott kennt; manche halten ihn sogar für einen Materialisten. Für andere ist er ein konsequenter Rationalist und Vordenker der Aufklärung, da er bereits die Meinungsfreiheit forderte. In jedem Fall stellte er die zentrale Frage, wie die uns umgebende äußere und die innere Natur des Menschen funktionieren - und wie man sie in Einklang bringen kann.
Spinozas Affektenlehre gehört bis heute zu den Grundlagen der Psychologie. Warum aber sprechen Spinoza und Einstein überhaupt von Gott und lassen den Begriff nicht einfach weg? Spinoza macht gegen Ende seines Hauptwerkes eine Aussage, die seine Philosophie noch einmal in ein neues Licht rückt: Er fordert uns auf, die Natur und das gesamte Universum zu "lieben". Wie aber kann man eine Natur bzw.
ein Universum lieben, das uns gegenüber gleichgültig ist? Spinozas Antwort ist von überraschender Klarheit und Aktualität. Das Buch ist in der beliebten Reihe Große Denker in 60 Minuten erschienen, die inzwischen weltweit in fünf Sprachen übersetzt wird.
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