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Sie sind sich selbst überlassen. Sophienlust Bestseller 166 – Familienroman

Par : Aliza Korten
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  • Nombre de pages100
  • FormatePub
  • ISBN978-3-98986-653-9
  • EAN9783989866539
  • Date de parution13/08/2024
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille221 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBlattwerk Handel GmbH

Résumé

Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Im Anschluss an das Begräbnis fanden sich die Trauergäste zum gemeinsamen Essen in einem kleinen Hotel ein.
Denise von Schoenecker hatte ursprünglich sofort nach Hause fahren wollen, doch sie war vom Arzt der Verstorbenen zurückgehalten worden. Er hatte ihr einige Zeilen überreicht, die unverkennbar die Handschrift ihrer lieben Freundin Josefine Heller gezeigt hatten. »Frau Heller bittet Sie, ihren Nachlass zu ordnen, Frau von Schoenecker« , hatte der Arzt gesagt. »Es ist ja sonst niemand da.« Was war Denise übrig geblieben, als diesen allerletzten Wunsch der Toten zu erfüllen? So saß sie nun im Kreis von Trauergästen, die ihr völlig fremd waren, und erfuhr, dass Josefine sich bis zuletzt bei Nachbarn und Bekannten der größten Beliebtheit und Wertschätzung erfreut hatte.
Obwohl sie schon recht betagt gewesen war, hatte niemand mit ihrem plötzlichen Ende gerechnet. Josefine hatte ihren einzigen Sohn nach dessen Heirat ins ferne Tokio begleitet, wo dieser für eine deutsche Firma als Ingenieur tätig gewesen war. Die junge Schwiegertochter war noch vor der Geburt ihres ersten Kindes an einer heimtückischen Krankheit gestorben. Zu einer zweiten Ehe hatte sich der Witwer nicht entschließen können.
Die Mutter war bei ihm geblieben und hatte ihm den Haushalt geführt. Auf Tokio war Madrid, dann Buenos Aires gefolgt. Erst vor vier Jahren hatte ein tragisches Unglück Josefine Heller auch den Sohn genommen. Das hatte für sie die Rückkehr nach Deutschland bedeutet, wo sie in Stuttgart eine stille Mansardenwohnung gemietet und ein zurückgezogenes Leben geführt hatte. Im vergangenen Sommer war die Verstorbene auf Gut Schoeneich zu Gast gewesen.
In der schönen Umgebung und im ständigen Kontakt mit dem Kinderheim Sophienlust war Josefine Heller recht fröhlich gewesen. Man hatte ihr die achtundsiebzig Lebensjahre kaum zugetraut. Selbst jetzt, da man sie eben zur letzten Ruhe getragen hatte, fiel es Denise schwer, sich vorzustellen, dass Josefine Heller nie mehr ihr Gast sein würde.