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Schatten meiner Seele. Von Nächten im Paradies und Narben in der Hölle, #6

Par : M.E.Capwell
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  • FormatePub
  • ISBN978-3-6956-5838-1
  • EAN9783695658381
  • Date de parution02/07/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurDorian Reichart

Résumé

Dieser Band beginnt nicht in der Hölle, aus der Aiden sonst erzählt. Er beginnt in einem Flugzeug, in einem Bauch voller Aufregung und in einem Herzen, das glaubt, für einen Moment weit genug wegzufliegen, um sich selbst zu finden. Miami Beach - ein Ort, der für viele nur aus Postkarten, Musikvideos und glitzernden Bildern besteht - wird für Aiden zu einem Wendepunkt, der tiefer geht als Sonne, Palmen und Clubs.
In diesen Kapiteln geht es um mehr als einen Urlaub. Aiden nimmt seine alte Sehnsucht mit über den Atlantik: den Wunsch, wirklich gesehen zu werden, geliebt zu werden, gehalten zu werden, nicht nur begehrt. In Miami trifft er Pie, einen Mann, der aus einer Menge heraussticht, obwohl diese Menge aus den schönsten Dämonen besteht, die man sich vorstellen kann. Aus einem Flirt am Strand, einem Blick durch eine Sonnenbrille, einem Kuss im Score wird eine der intensivsten Begegnungen seines Lebens.
Die Tage in Miami sind hell, bunt, laut, voller Musik und Nächte, in denen Sterne, Meer und Körper ineinander verschwimmen. Und trotzdem liegt über allem ein feiner Schatten: Aiden weiß, dass jeder Schritt am Strand auf Zeit stattfindet. Dass jeder Kuss mit Pie an einer Grenze endet, die nicht in ihrer Leidenschaft liegt, sondern in Kontinenten, Flugplänen und dem Leben, das nach dem Rückflug wieder auf ihn wartet.
Dieser Band erzählt von der süßen Grausamkeit, in der ein Traum sich erfüllt und im selben Moment entgleitet. Pie ist nicht einfach ein Urlaubsflirt. Er ist der Beweis, dass eine einzige Nacht ein ganzes Leben lang im Gedächtnis bleiben kann. Als Aiden in seine Hölle zurückkehrt, ist nichts mehr so, wie es war. Die Straßen sind dieselben, das Barflow steht noch, John hört ihm weiterhin zu, Tom küsst auf der Kettengasse Dämonen, die er schon lange kennt.
Und doch ist in Aiden etwas verschoben. Wer einmal erlebt hat, wie sich eine Liebe anfühlt, die keine Zukunft hat, trägt eine leise Narbe, die bei jedem Wiedersehen mit dem Alltag pocht. Band 6 begleitet Aiden auf diesem Weg zurück. Er versucht, sich wieder in seinem alten Leben einzurichten, zwischen Bar, Parties, Ex-Dämonen und vertrauten Gesichtern. Martin wartet, David schreibt, alte Geschichten hängen noch in den Ecken seiner Wohnung.
In all dem Chaos steht auf einmal jemand, den er nie als festen Teil seiner Geschichte eingeplant hätte: Elias, der Vampir. Elias war zunächst der, der ihn genervt hat, der neben Tom stand, geschminkt, laut, ein bisschen zu viel von allem. Dann wurde er zu einem Kuss in einer Ecke, zu einem Risiko auf einer Party, zu einer Nacht im Bad, die Glas, Deko und jede verankerte Regel sprengt. Und irgendwann steht er nicht mehr nur für Drama, sondern für etwas, das Aiden längst verloren glaubte: ein Ankommen im Alltag mit jemandem, der ihn zum Lachen bringt, ihn reizt, ihn spiegelt, ihn in seiner Widersprüchlichkeit annimmt.
In diesen Kapiteln darf man Aiden beim Wachsen zuschauen, ohne dass er selbst genau merkt, dass er wächst. Er stolpert von Begegnung zu Begegnung, trifft Entscheidungen, die wehtun, lacht über Dinge, über die er früher geweint hätte, und weint über Momente, die früher vielleicht nur eine kurze Episode gewesen wären. Er verheddert sich, verletzt andere, verletzt sich selbst und versucht trotzdem, nicht zu verlernen, an Liebe zu glauben - auch wenn sie nie lange bleibt und in seinem Leben oft in Gestalt von Dämonen erscheint, die ebenso verloren sind wie er.
Miami und die Hölle stehen sich in diesem Band gegenüber wie zwei Seelenräume: dort die Stadt, in der Aiden zum ersten Mal spürt, wie es sich anfühlen könnte, wenn eine Nacht alles verändert, hier die Straßen, in denen er mit dem Vampir Elias lernt, dass es nicht immer nur um das große Feuerwerk geht, sondern auch um kurze Blicke über die Kettengasse, ironische Dialoge zwischen zwei Schichten, eine Telefonnummer auf einem Bierdeckel, ein Halstuch, das mehr verbirgt als blaue Flecken.