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Ryno
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- Nombre de pages23
- FormatePub
- ISBN978-3-7557-9925-2
- EAN9783755799252
- Date de parution19/01/2022
- Protection num.pas de protection
- Taille773 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurA PRECISER
Résumé
Ryno ist eine der spannendsten Erzählungen von Ludwig Tieck!
Auszug:
Mit schwankenden Schritten folgte Ryno dem Diener, der ihn auf seine Halle führte. Dieser stellte die Fackel in eine Ecke der Halle, und entfernte sich dann so schnell, als wäre Ryno ein schrecklicher Drache, der mit rasselnden Flügeln hinter ihm herjagte, um ihn mit seinen Basiliskenaugen anzublicken, oder ihm seinen giftigen Hauch ins Angesicht zu blasen.
Ryno saß stumm da, die Arme ineinandergeschlungen. Die Fackel loderte wehend empor, und goß einen zitternden Lichtglanz über die Mauern hin. Seine Augen schlossen sich dem irren Schein, der um ihn herflog, oft schnell wie ein Blitz aufschoß, öfter noch langsam wie ein weites Lichtgewölk sich auseinanderfaltete. Da fuhren ihm Schreckgestalten aus der Finsternis entgegen; wie mit Schlangenkörpern wanden sie sich zu ihm hinan, der Schauder faßte ihm mit eiskalter Leichnamshand in den Nacken, und Ryno öffnete schnell wieder die Augenlider.
Er starrte in die Flamme der Fackel; sein Blick verfolgte ängstlich jeden Funken, der sich von ihr losriß und wie ein flammender Stern durch das matterleuchtete Dunkel schwamm, denn er sah in der lodernden Flamme ein Bild des Lebens; er glaubte nicht allein zu sein. Jetzt traten die Bilder der Vergangenheit ernst auf ihn zu, er dachte sich, und schauderte bei dem Gedanken, daß er Ryno sei.
Ryno saß stumm da, die Arme ineinandergeschlungen. Die Fackel loderte wehend empor, und goß einen zitternden Lichtglanz über die Mauern hin. Seine Augen schlossen sich dem irren Schein, der um ihn herflog, oft schnell wie ein Blitz aufschoß, öfter noch langsam wie ein weites Lichtgewölk sich auseinanderfaltete. Da fuhren ihm Schreckgestalten aus der Finsternis entgegen; wie mit Schlangenkörpern wanden sie sich zu ihm hinan, der Schauder faßte ihm mit eiskalter Leichnamshand in den Nacken, und Ryno öffnete schnell wieder die Augenlider.
Er starrte in die Flamme der Fackel; sein Blick verfolgte ängstlich jeden Funken, der sich von ihr losriß und wie ein flammender Stern durch das matterleuchtete Dunkel schwamm, denn er sah in der lodernden Flamme ein Bild des Lebens; er glaubte nicht allein zu sein. Jetzt traten die Bilder der Vergangenheit ernst auf ihn zu, er dachte sich, und schauderte bei dem Gedanken, daß er Ryno sei.























