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Nouveauté
Ordnung aus Asche. Britische Industriegeschichte und europäische Friedhöfe im Zeitalter moderner Landwirtschaft
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- Nombre de pages167
- FormatePub
- ISBN978-3-565-46225-4
- EAN9783565462254
- Date de parution27/05/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Mit dem Wachstum britischer Städte stieg auch der Hunger nach landwirtschaftlicher Produktion. Um die ausgelaugten Böden Europas fruchtbar zu halten, entstand im 19. Jahrhundert ein Markt für menschliche Knochen. Was einst Begräbnisstätten und Schlachtfelder gewesen waren, wurde Teil einer neuen industriellen Versorgungskette.
Der Ausbau moderner Landwirtschaft verband Häfen, Chemiewerke und Handelsunternehmen mit Orten des Massentodes.
Knochen aus Waterloo sowie aus älteren europäischen Gräbern gelangten in Mühlen und Fabriken, wo daraus Phosphatdünger hergestellt wurde. Zeitungen und landwirtschaftliche Fachzeitschriften jener Epoche feierten wissenschaftlichen Fortschritt, während die Herkunft des Materials häufig verschwiegen blieb. Die wirtschaftliche Dynamik der Industrialisierung verdrängte religiöse und kulturelle Vorstellungen über die Unantastbarkeit der Toten. Das Buch untersucht Handelsdaten, frühe Düngerprogramme und politische Debatten über Ressourcenknappheit im viktorianischen Europa.
Dabei entsteht das Bild einer Gesellschaft, die Wachstum, Ernährungssicherheit und technische Effizienz über historische Würde stellte. Die Entwicklung moderner Landwirtschaft erscheint dadurch nicht als rein technischer Fortschritt, sondern als europäische Geschichte moralischer Verschiebungen im Schatten industrieller Expansion.
Knochen aus Waterloo sowie aus älteren europäischen Gräbern gelangten in Mühlen und Fabriken, wo daraus Phosphatdünger hergestellt wurde. Zeitungen und landwirtschaftliche Fachzeitschriften jener Epoche feierten wissenschaftlichen Fortschritt, während die Herkunft des Materials häufig verschwiegen blieb. Die wirtschaftliche Dynamik der Industrialisierung verdrängte religiöse und kulturelle Vorstellungen über die Unantastbarkeit der Toten. Das Buch untersucht Handelsdaten, frühe Düngerprogramme und politische Debatten über Ressourcenknappheit im viktorianischen Europa.
Dabei entsteht das Bild einer Gesellschaft, die Wachstum, Ernährungssicherheit und technische Effizienz über historische Würde stellte. Die Entwicklung moderner Landwirtschaft erscheint dadurch nicht als rein technischer Fortschritt, sondern als europäische Geschichte moralischer Verschiebungen im Schatten industrieller Expansion.






















