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Oesterreichs Beschwerdebuch. Kulturkritische Feuilletons zu Nationalitätenfrage, deutscher Sprachkultur und bürgerlicher Öffentlichkeit im Habsburgerreich
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- Nombre de pages200
- FormatePub
- ISBN859-65--4792341-1
- EAN8596547923411
- Date de parution18/08/2026
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille593 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurGOOD PRESS
Résumé
In "Oesterreichs Beschwerdebuch" verbindet Adam Müller-Guttenbrunn kulturpolitische Streitschrift, feuilletonistische Beobachtung und autobiografisch gefärbte Erinnerung zu einer umfassenden Diagnose des habsburgischen Österreich. Der Autor richtet den Blick auf die Stellung des Deutschtums, auf Theater, Literatur, Presse und Bildungswesen sowie auf die Spannungen zwischen provinzieller Beharrung und moderner nationaler Selbstbehauptung.
Seine engagierte, polemische Prosa ist weniger nüchterne Verwaltungskritik als ein rhetorisch zugespitztes Plädoyer für kulturelle Verantwortung. Damit steht das Werk im Kontext des späten Vielvölkerreichs, dessen Identitätskonflikte und Sprachkämpfe die deutschösterreichische Publizistik nachhaltig prägten. Adam Müller-Guttenbrunn (1852-1923), im Banat geboren und in Wien als Schriftsteller, Journalist und Theaterfachmann tätig, kannte die kulturellen Spannungen Österreich-Ungarns aus eigener Erfahrung.
Seine Herkunft aus der deutschsprachigen Minderheit und sein Wirken im literarischen und dramatischen Leben Wiens schärften sein Bewusstsein für Fragen der Zugehörigkeit, Anerkennung und kulturellen Institutionen. Das Buch entspringt somit nicht bloß persönlicher Unzufriedenheit, sondern dem Versuch, öffentliche Missstände sichtbar zu machen und eine bedroht empfundene kulturelle Tradition zu verteidigen.
Leserinnen und Leser, die Österreichs Literatur- und Mentalitätsgeschichte, die Nationalitätenfrage oder die Entwicklung deutschösterreichischer Kulturkritik verstehen möchten, finden hier ein aufschlussreiches Zeitdokument. Die leidenschaftliche Perspektive verlangt historische Einordnung, belohnt diese jedoch mit unmittelbarem Einblick in die Selbstdeutung einer Epoche, deren Konflikte weit über das Ende der Monarchie hinauswirkten.
Seine engagierte, polemische Prosa ist weniger nüchterne Verwaltungskritik als ein rhetorisch zugespitztes Plädoyer für kulturelle Verantwortung. Damit steht das Werk im Kontext des späten Vielvölkerreichs, dessen Identitätskonflikte und Sprachkämpfe die deutschösterreichische Publizistik nachhaltig prägten. Adam Müller-Guttenbrunn (1852-1923), im Banat geboren und in Wien als Schriftsteller, Journalist und Theaterfachmann tätig, kannte die kulturellen Spannungen Österreich-Ungarns aus eigener Erfahrung.
Seine Herkunft aus der deutschsprachigen Minderheit und sein Wirken im literarischen und dramatischen Leben Wiens schärften sein Bewusstsein für Fragen der Zugehörigkeit, Anerkennung und kulturellen Institutionen. Das Buch entspringt somit nicht bloß persönlicher Unzufriedenheit, sondern dem Versuch, öffentliche Missstände sichtbar zu machen und eine bedroht empfundene kulturelle Tradition zu verteidigen.
Leserinnen und Leser, die Österreichs Literatur- und Mentalitätsgeschichte, die Nationalitätenfrage oder die Entwicklung deutschösterreichischer Kulturkritik verstehen möchten, finden hier ein aufschlussreiches Zeitdokument. Die leidenschaftliche Perspektive verlangt historische Einordnung, belohnt diese jedoch mit unmittelbarem Einblick in die Selbstdeutung einer Epoche, deren Konflikte weit über das Ende der Monarchie hinauswirkten.





