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Menschenwürde und abhängige Beschäftigung. Eine verdrängte Spannung
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- Nombre de pages708
- FormatePub
- ISBN978-3-6957-7961-1
- EAN9783695779611
- Date de parution22/04/2026
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille557 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurBoD - Books on Demand
Résumé
Der Titel Menschenwürde und abhängige Beschäftigung - Eine verdrängte Spannung benennt einen Widerspruch, der so alltäglich ist, dass er kaum noch als Widerspruch wahrgenommen wird. Genau das ist seine Brisanz.
Abhängige Beschäftigung im Sinne des Sozialgesetzbuches bedeutet Weisungsgebundenheit - die rechtlich verankerte Pflicht, den Anweisungen eines anderen zu folgen. Menschenwürde im Sinne des Grundgesetzes und der kantischen Philosophie bedeutet Autonomie - die Fähigkeit des Menschen, sich selbst Gesetze zu geben, Zweck zu sein und niemals bloßes Mittel.
Beide Prinzipien gelten gleichzeitig. Beide beanspruchen denselben Menschen. Und beide lassen sich, bei näherer Betrachtung, nicht widerspruchsfrei nebeneinander denken. Das Wort "verdrängt" im Untertitel ist dabei keine Anklage, sondern eine Beobachtung. Die Spannung zwischen diesen beiden Wirklichkeiten ist nicht neu - sie ist nur nie zum Gegenstand eines breiten gesellschaftlichen Gesprächs geworden.
Dieses Buch möchte dieses Gespräch beginnen, ohne es zu beenden. Es möchte dem Leser keine Meinung geben, sondern eine Sprache - für das, was er längst körperlich und seelisch spürt, aber bislang nicht in Worte fassen konnte. Der Untertitel "Eine verdrängte Spannung" signalisiert dem Leser zugleich die Haltung des Buches: Es wird keine Seite gewählt, keine Lösung verkündet, kein Schuldiger benannt.
Es wird eine Frage gestellt - präzise, philosophisch redlich und mit dem Respekt vor der Entscheidungsfreiheit des Lesers, die das Buch selbst als Kern der Menschenwürde versteht.
Beide Prinzipien gelten gleichzeitig. Beide beanspruchen denselben Menschen. Und beide lassen sich, bei näherer Betrachtung, nicht widerspruchsfrei nebeneinander denken. Das Wort "verdrängt" im Untertitel ist dabei keine Anklage, sondern eine Beobachtung. Die Spannung zwischen diesen beiden Wirklichkeiten ist nicht neu - sie ist nur nie zum Gegenstand eines breiten gesellschaftlichen Gesprächs geworden.
Dieses Buch möchte dieses Gespräch beginnen, ohne es zu beenden. Es möchte dem Leser keine Meinung geben, sondern eine Sprache - für das, was er längst körperlich und seelisch spürt, aber bislang nicht in Worte fassen konnte. Der Untertitel "Eine verdrängte Spannung" signalisiert dem Leser zugleich die Haltung des Buches: Es wird keine Seite gewählt, keine Lösung verkündet, kein Schuldiger benannt.
Es wird eine Frage gestellt - präzise, philosophisch redlich und mit dem Respekt vor der Entscheidungsfreiheit des Lesers, die das Buch selbst als Kern der Menschenwürde versteht.










