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Die stille Verfassungsverletzung. Menschenwürdige Kommunikation als notwendige Bedingung einer demokratiefähigen Gesellschaft

Par : Hartmut Kay Hirsch, KommTheo-Institut Stuttgart Kommunikationstheoretisches In
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  • Nombre de pages284
  • FormatePub
  • ISBN978-3-6963-1752-2
  • EAN9783696317522
  • Date de parution26/05/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille444 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Täglich kommunizieren Pädagoginnen und Pädagogen in deutschen Schulen und Kitas mit Kindern und Jugendlichen - auf eine Weise, die deren Würde strukturell nicht sichert. Diese Praxis ist keine Frage des persönlichen Versagens. Sie ist ein institutionell reproduzierter Systemfehler: eine stille Verfassungsverletzung gegen Art. 1 Grundgesetz, täglich, in tausenden Klassenzimmern. Hartmut Kay Hirsch, Kommunikationspädagoge und Begründer der Menschenwürdigen Kommunikation (MWK), entwickelt in diesem Buch die zentrale These: Eine Demokratie kann keine Bürgerinnen und Bürger erwarten, die selbstbestimmt, urteilsfähig und gemeinschaftsfähig handeln, wenn sie in zwanzig prägenden Lebensjahren systematisch das Gegenteil erfahren haben.
Menschenwürdige Kommunikation ist deshalb nicht eine pädagogische Option - sie ist die notwendige Bedingung einer demokratiefähigen Gesellschaft. Das Buch entfaltet diese These auf drei Ebenen. Es legt den theoretischen Ansatz der MWK vor - mit Originaldefinition (2018), sieben elementaren Bausteinen und klarer Abgrenzung zur Gewaltfreien Kommunikation. Es analysiert die rechtliche Pflichtenlage: Art.
1 GG bindet Lehrkräfte als Staatsbedienstete, SGB VIII § 1 verankert seit 2022 das Recht jedes Kindes auf Erziehung zur Selbstbestimmung. Und es stellt die gesellschaftspolitische Diagnose: Demokratiemüdigkeit und sinkende Wahlbeteiligung haben eine pädagogische Ursache - die strukturelle Abwesenheit von Selbstbestimmungserfahrung in der Kindheit. Daraus folgt eine Forderung, die das Buch begründet: MWK muss verpflichtender Bestandteil aller pädagogischen Ausbildungen werden.
Wer das Recht auf eine selbstbestimmte Persönlichkeit gesetzlich verankert, aber die Ausbildung der Menschen, die dieses Recht täglich einlösen oder verletzen, unverändert lässt, produziert eine Rechtsnorm ohne Vollzugsgrundlage. Das Buch richtet sich an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Ausbildungsstätten sowie alle, die bildungspolitisch Verantwortung tragen.