»… mein Blut für Euch«. Theologische Perspektiven zum Verständnis des Todes Jesu heute

Par : Michael Hüttenhoff, Wolfgang Kraus, Karlo Meyer, Michael Fricke, Christian A. Eberhart
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  • Nombre de pages344
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-647-61621-6
  • EAN9783647616216
  • Date de parution11/06/2018
  • Protection num.pas de protection
  • Taille3 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurVandenhoeck & Ruprecht

Résumé

Warum und wozu ist Jesus gestorben? Seit zwei Jahrtausenden zählt dies zu den Grundfragen des christlichen Glaubens. Die Artikel dieses Bandes gehen auf eine Tagung aus dem Jahr 2015 auf dem Saarbrücker Campus zurück. Sie wollen einen Beitrag dazu leisten, Jesu Tod für die heutige Zeit verständlich auszulegen und außerdem auszuloten, wie sich dies in Predigt und Unterricht vermitteln lässt. Jesus ist nach dem Neuen Testament "für uns" gestorben.
Die Frage ist, was "für uns" dabei bedeutet. Traditionell hat die Theologie dies im Sinne von "an unserer Stelle" verstanden: "zur Kompensation für unsere Sünde", so die mittelalterliche Satisfaktionstheorie des Anselm von Canterbury. Die Reformation griff diese Deutung teils auf, teils wurden neue Aspekte betont. Im 20. Jahrhundert spielte die Diskussion um das Verständnis des "Opfers" eine wichtige Rolle, und ein neues Verständnis von Opfer, Stellvertretung, Lebenshingabe trat in den Vordergrund.
Ob es angemessen ist, die Kreuzigung Jesu im Sinne eines "Sühnopfers" zu verstehen, das als Voraussetzung der Vergebung der Sünden anzusehen wäre, wird heute heftig diskutiert. Die Sprache der Bibel verbindet sich mit Bildern und Metaphern, die es auszulegen gilt. So unterscheidet sich etwa das Opferverständnis aus griechisch-römischer Sicht fundamental von dem des Alten Testaments und des Judentums.
Nach griechisch-römischem Verständnis sollten die Götter durch ein Opfer freundlich gestimmt werden. Aus Sicht des Alten Testaments und des Judentums ist Gott vielmehr der Stifter eines Rituals, an dessen Ende Sündenvergebung steht. International führende Vertreter verschiedener theologischer Disziplinen, die den jeweiligen Stand der Forschung aufgrund eigener Studien mitbestimmt haben, geben Einblick in ihre Erkenntnisse aus religionsgeschichtlicher, exegetischer, systematisch- und praktisch-theologischer Sicht und stellen sich in diesem Band der Diskussion.
Dr. Michael Hüttenhof ist Professor für Historische und Systematische Theologie an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Wolfgang Kraus ist Professor em. für Neues Testament an der Universiät des Saarlands, Saarbrücken. Dr. Karlo Meyer ist Professor für Religionspädagogik an der Universität des Saarlandes. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört interreligiöses Lernen im konfessionellen Religionsunterricht. Dr.
Michael Fricke ist Professor für Evangelische Theologie / Religionspädagogik an der Universität Regensburg. Dr. Christian A. Eberhart ist Professor für Religious Studies und der Direktor des Religious Studies Program an der Universität in Houston, USA. Dr. Michael Hüttenhof ist Professor für Historische und Systematische Theologie an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Dr. Karlo Meyer ist Professor für Religionspädagogik an der Universität des Saarlandes.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört interreligiöses Lernen im konfessionellen Religionsunterricht. Dr. Jörg Frey ist Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich. Dr. Christian Neddens ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische und Systematische Theologie und am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität des Saarlandes. Dr.
theol. Martin Karrer ist Professor für Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. PD Dr. Stefanie Lorenzen ist Dozentin für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Universität Bern. Dr. Siegfried Kreuzer ist Professor für Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Dr. Gerard den Hertog ist Professor für Systematische Theologie an der Theologische Universiteit Apeldoorn. Martin Meiser ist apl.
Professor em. und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Biblische Theologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Alexander Deeg, geb. 1972, Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD. Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Von 2000 bis 2009 Assistent im Fach Praktische Theologie am Lehrstuhl von Martin Nicol.
Gemeinsame Weiterarbeit an der Dramaturgischen Homiletik. 2005 Promotion mit einer Arbeit zur Predigt im jüdisch-christlichen Dialog. 2011 Habilitation mit fundamentalliturgischen Überlegungen zum evangelischen Gottesdienst. 2009 bis 2011 Leiter des Zentrums für evangelische Predigtkultur der EKD. Seit 2011 Lehrstuhl für Praktische Theologie in Leipzig. Vorsitzender des Liturgischen Ausschusses der VELKD.
International Secretary der Societas Homiletica. Schriftleiter der Göttinger Predigtmeditationen. Professor Dr. Hanna Roose ist Leiterin des Instituts Ev. Theologie / Religionspädagogik und Professorin für Bibelwissenschaften und Religionspädagogik an der Universität Lüneburg. Dr. theol. Martin Rösel ist Außerplanmäßiger Professor und Akademischer Oberrat für Hebräisch und Altes Testament an der Universität Rostock.