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Mahlzeiten unter kirchlicher Aufsicht. Christliche Moralvorstellungen in europäischer Essgeschichte und höfischer Etikette
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- Nombre de pages139
- FormatePub
- ISBN978-3-565-46338-1
- EAN9783565463381
- Date de parution27/05/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Lange bevor die Gabel zum selbstverständlichen Besteck wurde, galt sie vielen europäischen Geistlichen als Sinnbild übertriebener Eitelkeit. Der direkte Griff zum Essen erschien näher an göttlicher Ordnung, während feine Metallzinken mit Dekadenz, weibischer Eleganz und fremden Hofkulturen verbunden wurden.
Dieses Buch untersucht die religiösen Konflikte hinter der Entwicklung westlicher Tischkultur.
Quellen aus Klöstern, höfischen Haushalten und moraltheologischen Schriften zeigen, wie stark Essen als Ausdruck innerer Disziplin verstanden wurde. Die Kontrolle über Gesten, Körperhaltung und Reinlichkeit entwickelte sich schrittweise zu einem gesellschaftlichen Ideal. Besonders nach Seuchen und urbanem Wachstum gewannen hygienische Argumente an Bedeutung. Die Gabel wurde dadurch weniger Symbol luxuriöser Schwäche als Werkzeug sozialer Selbstkontrolle. Die europäische Essgeschichte offenbart, wie eng Religion, Macht und Alltag miteinander verflochten waren.
Selbst kleinste Gewohnheiten konnten kulturelle Grenzen markieren und Vorstellungen von Anstand dauerhaft verändern.
Quellen aus Klöstern, höfischen Haushalten und moraltheologischen Schriften zeigen, wie stark Essen als Ausdruck innerer Disziplin verstanden wurde. Die Kontrolle über Gesten, Körperhaltung und Reinlichkeit entwickelte sich schrittweise zu einem gesellschaftlichen Ideal. Besonders nach Seuchen und urbanem Wachstum gewannen hygienische Argumente an Bedeutung. Die Gabel wurde dadurch weniger Symbol luxuriöser Schwäche als Werkzeug sozialer Selbstkontrolle. Die europäische Essgeschichte offenbart, wie eng Religion, Macht und Alltag miteinander verflochten waren.
Selbst kleinste Gewohnheiten konnten kulturelle Grenzen markieren und Vorstellungen von Anstand dauerhaft verändern.






















