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Listen, Archive und Siegel formten die Welt. Informationssysteme und Staatsmacht von der Antike bis zur digitalen Gesellschaft
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- Nombre de pages155
- FormatePub
- ISBN978-3-565-48547-5
- EAN9783565485475
- Date de parution08/06/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Große Reiche entstanden nicht allein durch Waffen oder Territorien. Erst Schrift, Verwaltung und organisierte Informationsspeicherung machten es möglich, Millionen Menschen über weite Räume hinweg dauerhaft zu kontrollieren. Jede neue Form der Kommunikation veränderte zugleich die Struktur politischer Macht.
Dieses Buch zeichnet die Entwicklung menschlicher Informationsnetzwerke von frühen Schriftsystemen bis zur künstlichen Intelligenz nach.
Verwaltungsarchive, Steuerlisten und religiöse Texte schufen die Grundlage für komplexe Staaten, deren Stabilität zunehmend von dokumentierter Ordnung abhing. Mit dem Buchdruck beschleunigte sich die Verbreitung politischer Ideen und kollektiver Identitäten in bislang unbekanntem Ausmaß. Im Mittelpunkt steht dabei die Spannung zwischen Wahrheit und gesellschaftlicher Stabilität. Informationssysteme dienten häufig weniger der objektiven Genauigkeit als der Sicherung gemeinsamer Überzeugungen.
Propaganda, nationale Mythen und kontrollierte Öffentlichkeit wurden zu zentralen Werkzeugen moderner Herrschaft. Die digitale Gegenwart erscheint dadurch nicht als völliger Bruch mit der Vergangenheit, sondern als nächste Stufe einer langen Geschichte organisierter Informationsmacht.
Verwaltungsarchive, Steuerlisten und religiöse Texte schufen die Grundlage für komplexe Staaten, deren Stabilität zunehmend von dokumentierter Ordnung abhing. Mit dem Buchdruck beschleunigte sich die Verbreitung politischer Ideen und kollektiver Identitäten in bislang unbekanntem Ausmaß. Im Mittelpunkt steht dabei die Spannung zwischen Wahrheit und gesellschaftlicher Stabilität. Informationssysteme dienten häufig weniger der objektiven Genauigkeit als der Sicherung gemeinsamer Überzeugungen.
Propaganda, nationale Mythen und kontrollierte Öffentlichkeit wurden zu zentralen Werkzeugen moderner Herrschaft. Die digitale Gegenwart erscheint dadurch nicht als völliger Bruch mit der Vergangenheit, sondern als nächste Stufe einer langen Geschichte organisierter Informationsmacht.














