Leonhardt Fronspergers Geistliche Kriegsordnung (1565). Zum 450. Todestag von Leonhardt Fronsperger am 23. Mai 1575
Par : , , ,Formats :
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
- Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
- Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
- Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
, qui est-ce ?Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement
Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
- Nombre de pages270
- FormatPDF
- ISBN978-3-647-54095-5
- EAN9783647540955
- Date de parution11/05/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille2 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurVandenhoeck & Ruprecht
Résumé
Im Jahr 1565 wurde von Leonhardt Fronsperger (?1520-1575), einem Landsknechtsoffizier, die "Geistliche Kriegsordnung" veröffentlicht. Sie fand auch Eingang in seinem 1573 veröffentlichten "Kriegsbuch", dem umfassendsten Kompendium der Militärwissenschaft seiner Zeit: Militärethik und militärische Berufsethik waren somit Teil der frühneuzeitlichen Militärkultur. Viele der angesprochenen Themen weisen aber eine erschreckende Aktualität auf.
Das "Kriegsbuch" mit seiner "Geistlichen Kriegsordnung" fällt nicht nur in eine Zeit des Umbruchs in der Militärtechnik, sondern - durchaus damit verbunden - mit einer intensiven Reflexion militärethischer Fragen.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.


