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Leonhardt Fronspergers Geistliche Kriegsordnung (1565)
Im Jahr 1565 wurde von Leonhardt Fronsperger (?1520-1575), einem Landsknechtsoffizier, die "Geistliche Kriegsordnung" veröffentlicht. Sie fand auch Eingang in seinem 1573 veröffentlichten "Kriegsbuch", dem umfassendsten Kompendium der Militärwissenschaft seiner Zeit: Militärethik und militärische Berufsethik waren somit Teil der frühneuzeitlichen Militärkultur. Viele der angesprochenen Themen weisen aber eine erschreckende Aktualität auf.
Das "Kriegsbuch" mit seiner "Geistlichen Kriegsordnung" fällt nicht nur in eine Zeit des Umbruchs in der Militärtechnik, sondern - durchaus damit verbunden - mit einer intensiven Reflexion militärethischer Fragen.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.
Im Jahr 1565 wurde von Leonhardt Fronsperger (?1520-1575), einem Landsknechtsoffizier, die "Geistliche Kriegsordnung" veröffentlicht. Sie fand auch Eingang in seinem 1573 veröffentlichten "Kriegsbuch", dem umfassendsten Kompendium der Militärwissenschaft seiner Zeit: Militärethik und militärische Berufsethik waren somit Teil der frühneuzeitlichen Militärkultur. Viele der angesprochenen Themen weisen aber eine erschreckende Aktualität auf.
Das "Kriegsbuch" mit seiner "Geistlichen Kriegsordnung" fällt nicht nur in eine Zeit des Umbruchs in der Militärtechnik, sondern - durchaus damit verbunden - mit einer intensiven Reflexion militärethischer Fragen.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.
Fragen der Militärethik wurden im 16. Jahrhundert von vielen Theologen behandelt, aber nur von wenigen Offizieren, auch wenn sich solche Fragen aufdrängten, wie Luthers Schrift "Ob Kriegsleute auch in seligem Stande sein können" aus dem Jahr 1526 zeigt. Eine Durchsicht der "Geistlichen Kriegsordnung" zeigt, dass Leonhardt Fronsperger große Teile der Schrift Luthers wortwörtlich übernommen hat, ohne allerdings Luther zu nennen: Die militärethischen Überlegungen sollten in der Zeit der konfessionellen Konflikte für alle Soldaten Geltung haben, unabhängig ihrer konfessionellen Einstellung.
Fronspergers "Geistliche Kriegsordnung" ist damit ein frühes Zeugnis einer Lutherrezeption außerhalb der theologischen Wissenschaft, noch dazu mit "ökumenischer" Dimension. In seinem Band bietet Karl-Reinhart Trauner neben einer umfassenden Einleitung zur Biographie Fronspergers und seinem Werk eine Edition der "Geistlichen Kriegsordnung", die dem Text synoptisch die von Fronsperger benutzten Quellen gegenüberstellt.
Damit ist, erstmals, eine weiterführende systematische Bearbeitung der "Geistlichen Kriegsordnung" ermöglicht.
Les livres de Ilinca Tanaseanu-Döbler

Symphonisches Mysterium. Einheit und Vielfalt der Darstellung in der Theologia Platonica des Proklos (Buch I–III)
Jörg von Alvensleben, Christoph Auffarth, Marvin Döbler, Ilinca Tanaseanu-Döbler
E-book
170,00 €

Johann Wilhelm and Johanna Eleonora Petersen's Eschatology in Context
Elisa Bellucci, Christoph Auffarth, Ilinca Tanaseanu-Döbler, Marvin Döbler
E-book
90,00 €

Religiöser Wandel in der Spätaufklärung am Beispiel der Lavaterschule 1770–1805
Tilman Hannemann, Ilinca Tanaseanu-Döbler, Marvin Döbler, Christoph Auffarth
E-book
89,00 €

Reading the Way to the Netherworld. Education and the Representations of the Beyond in Later Antiquity
Ilinca Tanaseanu-Döbler, Gabriela Ryser, Heinz-Günther Nesselrath, Katerina Oikonomopoulou, Ken Dowden
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150,00 €

99,00 €

Konversion zur Philosophie in der Spätantike. Kaiser Julian und Synesios von Kyrene
Ilinca Tanaseanu-Döbler
E-book
69,00 €
