Wie wird aus einer abergläubischen Mutter eine Mörderin - und was sagt das über ihre Zeit und über uns aus?
Der Fall Leonarda Cianciulli wirkt zuerst wie ein Schauermärchen: eine italienische Kleinstadt, eine "Seifenmacherin", drei verschwundene Frauen. Helena Brandau geht dahinter einen Schritt weiter und fragt, wie Angst, Armut und magischer Volksglaube eine Frau prägen konnten, die fest daran glaubte, ihre Kinder nur durch Rituale und Opfer schützen zu können.
Du begleitest Leonarda vom angstvollen Mädchen im süditalienischen Montella zur geachteten Nachbarin in Correggio - und erlebst, wie Flüche, Prophezeiungen und Schutzzauber ihren Alltag bestimmen.
Dichte Szenen zeigen Salzlinien an Türschwellen, rote Bänder an Kinderhandgelenken, Ölrituale gegen den "Malocchio" und den Einfluss von Wahrsagerinnen, deren düstere Sätze sich tief in Leonardas Denken eingraben.
Parallel ordnet Brandau den Fall psychologisch und kulturhistorisch ein: Wie werden Aberglaube und katholische Frömmigkeit verknüpft? Wie kann Mutterliebe zur Rechtfertigung für extreme Gewalt umgedeutet werden? Und welche Rolle spielen Nachbarschaft, Medien und die Gesellschaft, die Magie akzeptiert und Warnzeichen übersieht?
So entsteht ein True-Crime-Porträt, das weniger den Schauwert der Taten betont als die Mechanismen dahinter: Angst als Lebensgrundgefühl, Rituale als scheinbare Kontrolle, Vorherbestimmung als Entlastung von Schuld.
Am Ende blickst du nicht nur auf einen außergewöhnlichen historischen Kriminalfall, sondern auch auf eigene Vorstellungen von Schicksal, Verantwortung und "guter" Mutterschaft - und wie gefährlich sie werden können, wenn sie nicht hinterfragt werden.
Wie wird aus einer abergläubischen Mutter eine Mörderin - und was sagt das über ihre Zeit und über uns aus?
Der Fall Leonarda Cianciulli wirkt zuerst wie ein Schauermärchen: eine italienische Kleinstadt, eine "Seifenmacherin", drei verschwundene Frauen. Helena Brandau geht dahinter einen Schritt weiter und fragt, wie Angst, Armut und magischer Volksglaube eine Frau prägen konnten, die fest daran glaubte, ihre Kinder nur durch Rituale und Opfer schützen zu können.
Du begleitest Leonarda vom angstvollen Mädchen im süditalienischen Montella zur geachteten Nachbarin in Correggio - und erlebst, wie Flüche, Prophezeiungen und Schutzzauber ihren Alltag bestimmen.
Dichte Szenen zeigen Salzlinien an Türschwellen, rote Bänder an Kinderhandgelenken, Ölrituale gegen den "Malocchio" und den Einfluss von Wahrsagerinnen, deren düstere Sätze sich tief in Leonardas Denken eingraben.
Parallel ordnet Brandau den Fall psychologisch und kulturhistorisch ein: Wie werden Aberglaube und katholische Frömmigkeit verknüpft? Wie kann Mutterliebe zur Rechtfertigung für extreme Gewalt umgedeutet werden? Und welche Rolle spielen Nachbarschaft, Medien und die Gesellschaft, die Magie akzeptiert und Warnzeichen übersieht?
So entsteht ein True-Crime-Porträt, das weniger den Schauwert der Taten betont als die Mechanismen dahinter: Angst als Lebensgrundgefühl, Rituale als scheinbare Kontrolle, Vorherbestimmung als Entlastung von Schuld.
Am Ende blickst du nicht nur auf einen außergewöhnlichen historischen Kriminalfall, sondern auch auf eigene Vorstellungen von Schicksal, Verantwortung und "guter" Mutterschaft - und wie gefährlich sie werden können, wenn sie nicht hinterfragt werden.