Kult – Politik – Ethnos. Überregionale Heiligtümer im Spannungsfeld von Kult und Politik. Kolloquium, Münster, 23.–24. November 2001

Par : Klaus Freitag, Peter Funke, Matthias Haake
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  • Nombre de pages287
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-515-12605-2
  • EAN9783515126052
  • Date de parution07/05/2020
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille7 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurFranz Steiner

Résumé

Die in diesem E-Book vereinigten Beiträge sind das Ergebnis eines internationalen Kolloquiums, das die Bedeutung und Funktion überregionaler Heiligtümer vorrangig in der griechischen Antike thematisierte. Neben den verschiedenen politischen Kontexten, in denen sich die Überregionalität griechischer Kultstätten auswirkte, gilt ein besonderes Interesse der Bedeutung von "Religion" und "Kult" bei der Entwicklung und Ausgestaltung von antiker Staatlichkeit, politischer Herrschaft und Identität.
Dabei werden auch die Auswirkungen von polytheistischen religiösen Systemen auf unterschiedliche politische Organisationsformen neben und oberhalb der Polis (z. B. Amphiktyonien und Bundesstaaten) analysiert und politische Legitimationsstrategien, in denen religiöse Argumente eine Rolle spielten, in den Blick genommen. Aus dem Inhalt:C. Ulf: Anlässe und Formen von Festen mit überlokaler Reichweite in vor- und früharchaischer Zeit P.
Siewert: Kultische und politische Organisationsformen im frühen Olympia und in seiner Umgebung C. Antonetti: Die Rolle des Artemisions von Korkyra in archaischer Zeit C. Aufarth: Das Heraion von Samos oder das Heraion der Argolis? B. Linke: Religiöse Autorität im Spannungsfeld von überregionalen Überzeugungen und lokalen Kulten am Beispiel der Zeuskulte im archaischen Griechenland J. Mylonopoulos: Amphiktyonische Heiligtümer des Poseidon auf der Peloponnes T.
Corsten: Stammes- und Bundeskulte in Akarnanien N. Luraghi: Messenische Kulte und messenische Identität in hellenistischer Zeit A. Chaniotis: Heiligtümer überregionaler Bedeutung auf Kreta K. Freitag: Überlegungen zum Wirkzusammenhang zwischen Kult und Politik im Thessalischen Koinon des 2. Jhs. v. Chr. A. Hupfloher: Kaiserkult in einem überregionalen Heiligtum: das Beispiel Olympia H.-C. Schneider: Überlegungen zur überregionalen Funktion von Heiligtümern im frühen Latium Indices
Klaus Freitag, Studium der Alten Geschichte, Neueren Geschichte und Politikwissenschaft, Promotion und Habilitation an der WWU Münster in Alter Geschichte. Seit 2009 hat er den Lehrstuhl für Alte Geschichte mit dem Schwerpunkt Geschichte als Wissenskultur an der RWTH Aachen inne. Forschungsschwerpunkte: Griechische Geschichte, die Staatenwelt des "Dritten Griechenland", Ethnogenese und griechische Bundesstaaten, Historische Landeskunde des antiken Griechenland. Peter Funke studierte von 1969 bis 1974 Geschichte und Germanistik an der Universität Münster und wurde 1978 an der Universität zu Köln promoviert, wo 1985 auch die Habilitation erfolgte.
Er war von 1985 bis 1988 Professor für Alte Geschichte an der Universität Siegen und von 1988 bis 2018 an der Universität Münster. Seitdem ist er Seniorprofessor am Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der griechischen Staatenwelt, antike Verfassungsgeschichte, griechische Religionsgeschichte, griechische Epigraphik und antike Landeskunde. Matthias Haake, geb.
1975, studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Università degli Studi di Perugia. Promotion 2004 mit "Der Philosoph in der Stadt. Untersuchungen zur öffentlichen Rede über Philosophen und Philosophie in den hellenistischen Poleis" (München 2007) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ebendort Akademischer Rat a. Z. Seine Forschungsschwerpunkte sind insbesondere die Kulturgeschichte des Hellenismus, das 'lange' dritte Jahrhundert n.
Chr., Formen der Alleinherrschaft in der Antike sowie die griechische Epigraphik.