Es gibt Menschen, die dem Oktober misstrauen. Sie finden ihn zu melancholisch, zu vergänglich, zu sehr damit beschäftigt, die Dinge sterben zu lassen. Aber das ist eine Frage der Perspektive.
Denn der Oktober ist nicht der Monat des Endens. Er ist der Monat des Loslassens - und das ist etwas vollkommen anderes. Ein Ende ist ein Abbruch, eine leere Wand, eine Stille, die nichts versprechen will.
Das Loslassen hingegen ist das, was einem Baum passiert, wenn er seine Blätter fallen lässt: kein Sterben, sondern ein behutsames Freigeben von allem, was er das ganze Jahr über festgehalten hat. Er macht Platz. Er atmet. Er wird wieder leicht.
Menschen tun sich mit diesem Loslassen schwerer als Bäume. Menschen machen To-do-Listen, Fünfjahrespläne und Excel-Tabellen. Menschen erwidern auf die Frage, wie es ihnen geht, meistens mit »gut, danke, viel zu tun« , als sei Beschäftigung ein Beweis dafür, dass das Leben läuft.
Manchmal aber - ganz gelegentlich, ohne jede Ankündigung und meistens im denkbar unpassendsten Moment - lässt das Leben einfach selbst los.
Es schüttelt einen behutsam an den Schultern und sagt: Schau mal hier. Hier ist ein Haus. Hier ist ein Mann mit einem Mantel, der gebügelt werden sollte. Hier ist eine Katze, die dir nicht traut, es aber vielleicht noch lernt. Hier sind drei Wochen Oktober.
Das ist die Geschichte von Lena Bergmann, die nein sagen wollte. Und von Jonas Wertheimer, der eigentlich nur in Ruhe schreiben wollte. Und vom Oktober, der beides verhindert hat.
Es gibt Menschen, die dem Oktober misstrauen. Sie finden ihn zu melancholisch, zu vergänglich, zu sehr damit beschäftigt, die Dinge sterben zu lassen. Aber das ist eine Frage der Perspektive.
Denn der Oktober ist nicht der Monat des Endens. Er ist der Monat des Loslassens - und das ist etwas vollkommen anderes. Ein Ende ist ein Abbruch, eine leere Wand, eine Stille, die nichts versprechen will.
Das Loslassen hingegen ist das, was einem Baum passiert, wenn er seine Blätter fallen lässt: kein Sterben, sondern ein behutsames Freigeben von allem, was er das ganze Jahr über festgehalten hat. Er macht Platz. Er atmet. Er wird wieder leicht.
Menschen tun sich mit diesem Loslassen schwerer als Bäume. Menschen machen To-do-Listen, Fünfjahrespläne und Excel-Tabellen. Menschen erwidern auf die Frage, wie es ihnen geht, meistens mit »gut, danke, viel zu tun« , als sei Beschäftigung ein Beweis dafür, dass das Leben läuft.
Manchmal aber - ganz gelegentlich, ohne jede Ankündigung und meistens im denkbar unpassendsten Moment - lässt das Leben einfach selbst los.
Es schüttelt einen behutsam an den Schultern und sagt: Schau mal hier. Hier ist ein Haus. Hier ist ein Mann mit einem Mantel, der gebügelt werden sollte. Hier ist eine Katze, die dir nicht traut, es aber vielleicht noch lernt. Hier sind drei Wochen Oktober.
Das ist die Geschichte von Lena Bergmann, die nein sagen wollte. Und von Jonas Wertheimer, der eigentlich nur in Ruhe schreiben wollte. Und vom Oktober, der beides verhindert hat.