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Die Mutprobe. Kurfürstenklinik 92 – Arztroman
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- Nombre de pages100
- FormatePub
- ISBN978-3-7409-3918-2
- EAN9783740939182
- Date de parution11/12/2018
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille170 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurKelter Media
Résumé
Mit den spannenden Arztromanen um die "Kurfürstenklinik" präsentiert sich eine neue Serie der Extraklasse! Diese Romane sind erfrischend modern geschrieben, abwechslungsreich gehalten und dabei warmherzig und ergreifend erzählt.
Die "Kurfürstenklinik" ist eine Arztromanserie, die das gewisse Etwas hat und medizinisch in jeder Hinsicht seriös recherchiert ist.
Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist.
100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich. Es war ein kühler, diesiger Morgen, noch hing die Dunkelheit der Nacht über der Stadt. Dennoch war der große Platz bereits von vielerlei Geräuschen erfüllt: Elefanten trompeteten laut, der alte Löwe ließ sein Brüllen hören, einige Pferde wieherten. Zwei der Schimpansen rüttelten wie üblich an ihren Gitterstäben und ließen sich durch nichts davon abhalten.
Hier und da erklangen auch menschliche Stimmen. Sie gehörten denjenigen, die die Tiere tränkten und fütterten. Es war ein sehr früher Samstagmorgen, doch auf diesem Platz spielte das keine Rolle: Hier gab es niemanden, der sich ausschlafen oder auf der faulen Haut liegen würde. In den meisten Wohnungen brannte bereits Licht. Am nächsten Abend würde Premiere sein, es gab noch viel zu tun bis dahin.
Ein Auftritt in Berlin war immer etwas ganz Besonderes: Viel Prominenz würde anwesend sein, um das neue Programm des Zirkus Fanfarelli zu bewundern. Auch Carola Campe war bereits wach, aber anders als die anderen Artisten und Dompteure stand sie noch nicht auf. Sie starrte durch das kleine Fenster des Wohnwagens mit weit offenen Augen in den grauen Himmel hinauf und hing ihren Gedanken nach. Sie mußte es ihnen endlich sagen, daß sie nicht bleiben würde! Anders als andere Zirkuskinder hatte sie niemals den Wunsch verspürt, es ihren Eltern gleichzutun.
Im Gegenteil. So lange sie zurückdenken konnte, hatte sie sich immer nur ein »normales« Leben gewünscht. Sie wollte nicht länger durch die Welt ziehen, sondern in Berlin bleiben. Hier war sie vor zweiundzwanzig Jahren zur Welt gekommen, und hier fühlte sie sich zu Hause, obwohl sie jedes Jahr nur wenige Tage in der Stadt verbracht hatte. Wenn man auftrat, blieb nicht viel Zeit, sich irgendwo umzusehen - trotzdem kannte sie Berlin besser als jeden anderen Ort auf der Welt.
Und sie würde es noch viel besser kennenlernen, wenn sie es ihnen erst einmal gesagt hatte.
100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich. Es war ein kühler, diesiger Morgen, noch hing die Dunkelheit der Nacht über der Stadt. Dennoch war der große Platz bereits von vielerlei Geräuschen erfüllt: Elefanten trompeteten laut, der alte Löwe ließ sein Brüllen hören, einige Pferde wieherten. Zwei der Schimpansen rüttelten wie üblich an ihren Gitterstäben und ließen sich durch nichts davon abhalten.
Hier und da erklangen auch menschliche Stimmen. Sie gehörten denjenigen, die die Tiere tränkten und fütterten. Es war ein sehr früher Samstagmorgen, doch auf diesem Platz spielte das keine Rolle: Hier gab es niemanden, der sich ausschlafen oder auf der faulen Haut liegen würde. In den meisten Wohnungen brannte bereits Licht. Am nächsten Abend würde Premiere sein, es gab noch viel zu tun bis dahin.
Ein Auftritt in Berlin war immer etwas ganz Besonderes: Viel Prominenz würde anwesend sein, um das neue Programm des Zirkus Fanfarelli zu bewundern. Auch Carola Campe war bereits wach, aber anders als die anderen Artisten und Dompteure stand sie noch nicht auf. Sie starrte durch das kleine Fenster des Wohnwagens mit weit offenen Augen in den grauen Himmel hinauf und hing ihren Gedanken nach. Sie mußte es ihnen endlich sagen, daß sie nicht bleiben würde! Anders als andere Zirkuskinder hatte sie niemals den Wunsch verspürt, es ihren Eltern gleichzutun.
Im Gegenteil. So lange sie zurückdenken konnte, hatte sie sich immer nur ein »normales« Leben gewünscht. Sie wollte nicht länger durch die Welt ziehen, sondern in Berlin bleiben. Hier war sie vor zweiundzwanzig Jahren zur Welt gekommen, und hier fühlte sie sich zu Hause, obwohl sie jedes Jahr nur wenige Tage in der Stadt verbracht hatte. Wenn man auftrat, blieb nicht viel Zeit, sich irgendwo umzusehen - trotzdem kannte sie Berlin besser als jeden anderen Ort auf der Welt.
Und sie würde es noch viel besser kennenlernen, wenn sie es ihnen erst einmal gesagt hatte.























