Deutschland seit 1990. Wege in die Vereinigungsgesellschaft

Par : Thomas Großbölting, Christoph Lorke
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  • Nombre de pages354
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-515-11691-6
  • EAN9783515116916
  • Date de parution28/04/2017
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille12 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurFranz Steiner

Résumé

Der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung beendeten vierzig Jahre Trennung von Bundesrepublik und DDR. Diese Ereignisse waren zweifelsohne von nationaler und internationaler Bedeutung. Die empathische Erinnerung daran markiert den Gründungsmythos eines wiedervereinigten Deutschlands wie auch den eines sich erweiternden Europas. Mit größer werdendem zeitlichem Abstand wird diese euphorische Lesart allerdings zunehmend blasser.
Nicht nur die Verwerfungen der Banken- und Eurokrise seit 2008, sondern zahlreiche andere Prozesse und Ereignisse lassen die Ambivalenzen der Entwicklung seit Ende der 1980er Jahre deutlicher hervortreten. Aus der politikhistorisch so einschneidenden Zäsur wird in der Rückschau ein immer weicherer und mehrdeutiger Übergang. Was verband und verbindet die Deutschen in Ost und West vor und nach 1990? Welche Gemeinsamkeiten prägen die Vereinigungsgesellschaft, welche Trennlinien durchziehen sie bis heute? Diesen Fragen gehen die Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen nach und entwerfen auf diese Weise ein facettenreiches Bild der deutschen Geschichte der vergangenen drei Jahrzehnte.
Thomas Großbölting war von 2009 bis 2020 Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster und von 2020 bis zu seinem Tod Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte der Universität Hamburg. Im Februar 2025 starb Großbölting im Alter von 55 Jahren bei einem Eisenbahnunfall bei Hamburg. Christoph Lorke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster.
Seine Forschungsschwerpunkte sind die Sozial- und Kulturgeschichte der Armut, die deutsch-deutsche Geschichte sowie die europäische Zeitgeschichte.