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Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (Zusammengefasste Ausgabe). Bereicherte Ausgabe. Sibirisches Gefängnislager zwischen Zwangsarbeit, Isolation und Kritik an Haftbedingungen im Russland des 19. Jahrhunderts
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- Nombre de pages129
- FormatePub
- ISBN859-65--4788964-9
- EAN8596547889649
- Date de parution07/02/2026
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille944 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurQUICKIE CLASSICS
Résumé
Aufzeichnungen aus einem Totenhaus öffnet die Türen einer sibirischen Strafkolonie, gesehen durch den verurteilten Adligen Alexander Petrowitsch Gorjantschikow. In kartographisch wirkenden Szenen schildert das Buch Arbeit, Riten, Strafen und seltene Feste, registriert Dialekte, Aberglauben und Ökonomien der Not. Der nüchterne, bisweilen ironische Ton verknüpft dokumentarischen Realismus mit psychologischer Tiefenschärfe; aus nächster Nähe erscheinen Brutalität, Würde und widersprüchlicher Gemeinsinn.
Als Grenzform von Memoiren und Roman gehört es zum Kern des russischen Realismus. Dostojewski, 1821 in Moskau geboren, wurde 1849 wegen des Petraschewski-Kreises verhaftet, zum Tode verurteilt, zum Schein exekutiert und zu vier Jahren Zwangsarbeit in Omsk mit anschließendem Militärdienst verbannt. Diese Erfahrung, verschärft durch Krankheit, religiöse Zweifel und Zensur, verwandelte er in eine Prüfung von Schuld, Freiheit und Erlösung.
1860-62 erschien der Text zunächst als Fortsetzungsroman in Wremja; die dokumentarische Basis ist bewusst mit dichterischer Gestaltung verschränkt. Für Leserinnen und Leser, die Zeugnisse des Strafvollzugs, eine Schule der Wahrnehmung und die moralische Topographie des Menschen suchen, ist dies eine unverzichtbare Lektüre. Das Buch empfiehlt sich für Geschichts- und Literaturwissenschaft, Ethik, Soziologie und Kriminologie: eine dichte, humane Studie von Grausamkeit und Hoffnung.
Wer Dostojewski verstehen will, kann hier beginnen; wer Gegenwart prüfen will, findet eine beunruhigend aktuelle Herausforderung. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
Als Grenzform von Memoiren und Roman gehört es zum Kern des russischen Realismus. Dostojewski, 1821 in Moskau geboren, wurde 1849 wegen des Petraschewski-Kreises verhaftet, zum Tode verurteilt, zum Schein exekutiert und zu vier Jahren Zwangsarbeit in Omsk mit anschließendem Militärdienst verbannt. Diese Erfahrung, verschärft durch Krankheit, religiöse Zweifel und Zensur, verwandelte er in eine Prüfung von Schuld, Freiheit und Erlösung.
1860-62 erschien der Text zunächst als Fortsetzungsroman in Wremja; die dokumentarische Basis ist bewusst mit dichterischer Gestaltung verschränkt. Für Leserinnen und Leser, die Zeugnisse des Strafvollzugs, eine Schule der Wahrnehmung und die moralische Topographie des Menschen suchen, ist dies eine unverzichtbare Lektüre. Das Buch empfiehlt sich für Geschichts- und Literaturwissenschaft, Ethik, Soziologie und Kriminologie: eine dichte, humane Studie von Grausamkeit und Hoffnung.
Wer Dostojewski verstehen will, kann hier beginnen; wer Gegenwart prüfen will, findet eine beunruhigend aktuelle Herausforderung. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.






















