Die spanische Inquisition begann nicht in fernen Gerichtssälen, sondern am eigenen Tisch, im Gespräch mit dem Nachbarn, beim flüchtigen Blick zur Kirche. Im Mittelpunkt stehen nicht große Theologen oder berüchtigte Inquisitoren, sondern die Menschen, die zwischen Denunziation und Schweigen ihren Weg finden mussten. Wie verändert sich eine Gesellschaft, wenn Vertrauen zur Gefahr wird? Die Untersuchung zeigt die alltäglichen Machtmechanismen: Gemeindepriester als erste Kontrollinstanz, abgestufte Strafen und die wirtschaftliche Logik hinter Besitzbeschlagnahmungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Conversos und Moriscos, deren jüdische oder muslimische Herkunft sie zeitlebens verdächtig machte. Sie entwickelten Formen des doppelten Lebens - öffentliche Konformität bei privater Distanz. Anhand lokaler Fallbeispiele aus Kastilien und Aragonien wird rekonstruiert, wie Familiengedächtnis und mündliche Überlieferung zu Waffen des Widerstands wurden. Die Inquisition hinterließ keine Helden, sondern Narben im sozialen Gewebe Spaniens - Narben, die Jahrhunderte später noch spürbar waren.
Eine Untersuchung darüber, was mit einer Gesellschaft geschieht, die beginnt, sich selbst zu überwachen.
Die spanische Inquisition begann nicht in fernen Gerichtssälen, sondern am eigenen Tisch, im Gespräch mit dem Nachbarn, beim flüchtigen Blick zur Kirche. Im Mittelpunkt stehen nicht große Theologen oder berüchtigte Inquisitoren, sondern die Menschen, die zwischen Denunziation und Schweigen ihren Weg finden mussten. Wie verändert sich eine Gesellschaft, wenn Vertrauen zur Gefahr wird? Die Untersuchung zeigt die alltäglichen Machtmechanismen: Gemeindepriester als erste Kontrollinstanz, abgestufte Strafen und die wirtschaftliche Logik hinter Besitzbeschlagnahmungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Conversos und Moriscos, deren jüdische oder muslimische Herkunft sie zeitlebens verdächtig machte. Sie entwickelten Formen des doppelten Lebens - öffentliche Konformität bei privater Distanz. Anhand lokaler Fallbeispiele aus Kastilien und Aragonien wird rekonstruiert, wie Familiengedächtnis und mündliche Überlieferung zu Waffen des Widerstands wurden. Die Inquisition hinterließ keine Helden, sondern Narben im sozialen Gewebe Spaniens - Narben, die Jahrhunderte später noch spürbar waren.
Eine Untersuchung darüber, was mit einer Gesellschaft geschieht, die beginnt, sich selbst zu überwachen.