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Benjamin Graf

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Haut als Tribunal
Dieses Buch verfolgt die Spur der Hexenverfolgung als Verfahren, in dem der weibliche Körper zum primären Schauplatz männlicher Herrschaft erklärt wurde. Anstatt Hexerei bloß als Aberglauben abzutun, untersucht es, wie Gerichte, Kirchen und Gemeinden durch die fixe Beobachtung, Beschreibung und Zergliederung weiblicher Körper soziale Normen über Sexualität, Arbeit, Nachbarschaft und Wissen durchsetzten.
Die Hexenprozesse werden als mechanisches System gelesen, das abweichende Frauen sichtbar machte, indem es ihre Haut, ihre Stimme, ihre Gebärmutter und ihre Hände als Tatorte des "Teuflischen" inszenierte. Im Zentrum stehen drei Kontrollformen: Erstens die medizin-juristische Verkehrung von Frauenwissen - Hebammen, Heilerinnen und Pflanzenkundige wurden als Hexen verfolgt, weil sie über Geburten, Verhütung und Heilmittel verfügten, die einer männlichen Kirchen- und Ärzte-Ordnung entzogen waren.
Zweitens die Sexualdisziplinierung, in der jede Abweichung von kirchlicher Keuschheits- und Ehe-Moral in die Sprache von "Koitus mit dem Teufel", "Unzucht" oder "Hexensabbat" übersetzt wurde, um selbstbestimmte Sexualität und allein stehende Frauen zu kriminalisieren. Drittens die kollektive Entfremdung von Frauen untereinander, da die ständige Drohung der Denunziation jede selbstorganisierte weibliche Solidarität zerschlug und die Frauen in einer Atmosphäre gegenseitiger Verdächtigung gefangen hielt.
Die Hexenprozesse werden als mechanisches System gelesen, das abweichende Frauen sichtbar machte, indem es ihre Haut, ihre Stimme, ihre Gebärmutter und ihre Hände als Tatorte des "Teuflischen" inszenierte. Im Zentrum stehen drei Kontrollformen: Erstens die medizin-juristische Verkehrung von Frauenwissen - Hebammen, Heilerinnen und Pflanzenkundige wurden als Hexen verfolgt, weil sie über Geburten, Verhütung und Heilmittel verfügten, die einer männlichen Kirchen- und Ärzte-Ordnung entzogen waren.
Zweitens die Sexualdisziplinierung, in der jede Abweichung von kirchlicher Keuschheits- und Ehe-Moral in die Sprache von "Koitus mit dem Teufel", "Unzucht" oder "Hexensabbat" übersetzt wurde, um selbstbestimmte Sexualität und allein stehende Frauen zu kriminalisieren. Drittens die kollektive Entfremdung von Frauen untereinander, da die ständige Drohung der Denunziation jede selbstorganisierte weibliche Solidarität zerschlug und die Frauen in einer Atmosphäre gegenseitiger Verdächtigung gefangen hielt.
Dieses Buch verfolgt die Spur der Hexenverfolgung als Verfahren, in dem der weibliche Körper zum primären Schauplatz männlicher Herrschaft erklärt wurde. Anstatt Hexerei bloß als Aberglauben abzutun, untersucht es, wie Gerichte, Kirchen und Gemeinden durch die fixe Beobachtung, Beschreibung und Zergliederung weiblicher Körper soziale Normen über Sexualität, Arbeit, Nachbarschaft und Wissen durchsetzten.
Die Hexenprozesse werden als mechanisches System gelesen, das abweichende Frauen sichtbar machte, indem es ihre Haut, ihre Stimme, ihre Gebärmutter und ihre Hände als Tatorte des "Teuflischen" inszenierte. Im Zentrum stehen drei Kontrollformen: Erstens die medizin-juristische Verkehrung von Frauenwissen - Hebammen, Heilerinnen und Pflanzenkundige wurden als Hexen verfolgt, weil sie über Geburten, Verhütung und Heilmittel verfügten, die einer männlichen Kirchen- und Ärzte-Ordnung entzogen waren.
Zweitens die Sexualdisziplinierung, in der jede Abweichung von kirchlicher Keuschheits- und Ehe-Moral in die Sprache von "Koitus mit dem Teufel", "Unzucht" oder "Hexensabbat" übersetzt wurde, um selbstbestimmte Sexualität und allein stehende Frauen zu kriminalisieren. Drittens die kollektive Entfremdung von Frauen untereinander, da die ständige Drohung der Denunziation jede selbstorganisierte weibliche Solidarität zerschlug und die Frauen in einer Atmosphäre gegenseitiger Verdächtigung gefangen hielt.
Die Hexenprozesse werden als mechanisches System gelesen, das abweichende Frauen sichtbar machte, indem es ihre Haut, ihre Stimme, ihre Gebärmutter und ihre Hände als Tatorte des "Teuflischen" inszenierte. Im Zentrum stehen drei Kontrollformen: Erstens die medizin-juristische Verkehrung von Frauenwissen - Hebammen, Heilerinnen und Pflanzenkundige wurden als Hexen verfolgt, weil sie über Geburten, Verhütung und Heilmittel verfügten, die einer männlichen Kirchen- und Ärzte-Ordnung entzogen waren.
Zweitens die Sexualdisziplinierung, in der jede Abweichung von kirchlicher Keuschheits- und Ehe-Moral in die Sprache von "Koitus mit dem Teufel", "Unzucht" oder "Hexensabbat" übersetzt wurde, um selbstbestimmte Sexualität und allein stehende Frauen zu kriminalisieren. Drittens die kollektive Entfremdung von Frauen untereinander, da die ständige Drohung der Denunziation jede selbstorganisierte weibliche Solidarität zerschlug und die Frauen in einer Atmosphäre gegenseitiger Verdächtigung gefangen hielt.
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