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Dr. Sven Hedin

Dernière sortie
Fünfzig Jahre Deutschland
Sven Hedin war einer der größten Entdeckungsreisenden seiner Zeit. Seine Expeditionen durch Zentralasien, die Erforschung des Transhimalaya, die Kartierung der letzten weißen Flecken Asiens - das sind Leistungen von bleibendem wissenschaftlichem Rang. Dieses Buch gehört nicht dazu.
"Fünfzig Jahre Deutschland", 1938 bei Brockhaus in Leipzig erschienen, ist Hedins Liebeserklärung an das Deutschland der Nationalsozialisten - und zugleich das Dokument einer moralischen Kapitulation.
Nachdem die Nationalsozialisten Hedins jüdischem Freund Alfred Philippson und seiner Familie die Reisepässe entzogen hatten, um ihn als Druckmittel gegen den Autor in Deutschland zu halten, unterwarf sich Hedin der Zensur des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und schrieb das Buch in deutlich NS-freundlicherer Haltung, als er es ursprünglich geplant hatte. In der Einleitung preist er Hitler als "unbekannten Soldaten", der sich über alle anderen erhebt.
Die Neuauflage dieses Textes kann daher nicht ohne Vorwort erscheinen. Als historisches Dokument ist "Fünfzig Jahre Deutschland" dennoch von Interesse: Es zeigt, wie ein weltberühmter Wissenschaftler, der dem Regime durchaus nicht bedingungslos ergeben war und der an einzelnen Punkten Kritik zu üben wagte, unter Druck gesetzt und instrumentalisiert wurde - und wie er diesem Druck nachgab. Manches am Nationalsozialismus fand Hedins Beifall, anderes - die Judenverfolgung, den Kirchenkampf, die Unterdrückung freier Wissenschaft - lehnte er ab.
Doch diese Ambivalenz macht das Buch nicht besser; sie macht es menschlich verständlicher und historisch aufschlussreicher. Diese Neuauflage präsentiert den Text als Zeitdokument, ergänzt durch ein ausführliches historisch-kritisches Vorwort, das Entstehungsgeschichte, kritische Aussagen und die moralische Zwangslage des Autors sorgfältig rekonstruiert. Wer Hedin lesen will, lese seine Zentralasien-Expeditionen.
Wer verstehen will, wie Wissenschaft und Ruhm unter Druck zerbrechen können, lese dieses Buch - mit offenen Augen.
Nachdem die Nationalsozialisten Hedins jüdischem Freund Alfred Philippson und seiner Familie die Reisepässe entzogen hatten, um ihn als Druckmittel gegen den Autor in Deutschland zu halten, unterwarf sich Hedin der Zensur des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und schrieb das Buch in deutlich NS-freundlicherer Haltung, als er es ursprünglich geplant hatte. In der Einleitung preist er Hitler als "unbekannten Soldaten", der sich über alle anderen erhebt.
Die Neuauflage dieses Textes kann daher nicht ohne Vorwort erscheinen. Als historisches Dokument ist "Fünfzig Jahre Deutschland" dennoch von Interesse: Es zeigt, wie ein weltberühmter Wissenschaftler, der dem Regime durchaus nicht bedingungslos ergeben war und der an einzelnen Punkten Kritik zu üben wagte, unter Druck gesetzt und instrumentalisiert wurde - und wie er diesem Druck nachgab. Manches am Nationalsozialismus fand Hedins Beifall, anderes - die Judenverfolgung, den Kirchenkampf, die Unterdrückung freier Wissenschaft - lehnte er ab.
Doch diese Ambivalenz macht das Buch nicht besser; sie macht es menschlich verständlicher und historisch aufschlussreicher. Diese Neuauflage präsentiert den Text als Zeitdokument, ergänzt durch ein ausführliches historisch-kritisches Vorwort, das Entstehungsgeschichte, kritische Aussagen und die moralische Zwangslage des Autors sorgfältig rekonstruiert. Wer Hedin lesen will, lese seine Zentralasien-Expeditionen.
Wer verstehen will, wie Wissenschaft und Ruhm unter Druck zerbrechen können, lese dieses Buch - mit offenen Augen.
Sven Hedin war einer der größten Entdeckungsreisenden seiner Zeit. Seine Expeditionen durch Zentralasien, die Erforschung des Transhimalaya, die Kartierung der letzten weißen Flecken Asiens - das sind Leistungen von bleibendem wissenschaftlichem Rang. Dieses Buch gehört nicht dazu.
"Fünfzig Jahre Deutschland", 1938 bei Brockhaus in Leipzig erschienen, ist Hedins Liebeserklärung an das Deutschland der Nationalsozialisten - und zugleich das Dokument einer moralischen Kapitulation.
Nachdem die Nationalsozialisten Hedins jüdischem Freund Alfred Philippson und seiner Familie die Reisepässe entzogen hatten, um ihn als Druckmittel gegen den Autor in Deutschland zu halten, unterwarf sich Hedin der Zensur des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und schrieb das Buch in deutlich NS-freundlicherer Haltung, als er es ursprünglich geplant hatte. In der Einleitung preist er Hitler als "unbekannten Soldaten", der sich über alle anderen erhebt.
Die Neuauflage dieses Textes kann daher nicht ohne Vorwort erscheinen. Als historisches Dokument ist "Fünfzig Jahre Deutschland" dennoch von Interesse: Es zeigt, wie ein weltberühmter Wissenschaftler, der dem Regime durchaus nicht bedingungslos ergeben war und der an einzelnen Punkten Kritik zu üben wagte, unter Druck gesetzt und instrumentalisiert wurde - und wie er diesem Druck nachgab. Manches am Nationalsozialismus fand Hedins Beifall, anderes - die Judenverfolgung, den Kirchenkampf, die Unterdrückung freier Wissenschaft - lehnte er ab.
Doch diese Ambivalenz macht das Buch nicht besser; sie macht es menschlich verständlicher und historisch aufschlussreicher. Diese Neuauflage präsentiert den Text als Zeitdokument, ergänzt durch ein ausführliches historisch-kritisches Vorwort, das Entstehungsgeschichte, kritische Aussagen und die moralische Zwangslage des Autors sorgfältig rekonstruiert. Wer Hedin lesen will, lese seine Zentralasien-Expeditionen.
Wer verstehen will, wie Wissenschaft und Ruhm unter Druck zerbrechen können, lese dieses Buch - mit offenen Augen.
Nachdem die Nationalsozialisten Hedins jüdischem Freund Alfred Philippson und seiner Familie die Reisepässe entzogen hatten, um ihn als Druckmittel gegen den Autor in Deutschland zu halten, unterwarf sich Hedin der Zensur des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und schrieb das Buch in deutlich NS-freundlicherer Haltung, als er es ursprünglich geplant hatte. In der Einleitung preist er Hitler als "unbekannten Soldaten", der sich über alle anderen erhebt.
Die Neuauflage dieses Textes kann daher nicht ohne Vorwort erscheinen. Als historisches Dokument ist "Fünfzig Jahre Deutschland" dennoch von Interesse: Es zeigt, wie ein weltberühmter Wissenschaftler, der dem Regime durchaus nicht bedingungslos ergeben war und der an einzelnen Punkten Kritik zu üben wagte, unter Druck gesetzt und instrumentalisiert wurde - und wie er diesem Druck nachgab. Manches am Nationalsozialismus fand Hedins Beifall, anderes - die Judenverfolgung, den Kirchenkampf, die Unterdrückung freier Wissenschaft - lehnte er ab.
Doch diese Ambivalenz macht das Buch nicht besser; sie macht es menschlich verständlicher und historisch aufschlussreicher. Diese Neuauflage präsentiert den Text als Zeitdokument, ergänzt durch ein ausführliches historisch-kritisches Vorwort, das Entstehungsgeschichte, kritische Aussagen und die moralische Zwangslage des Autors sorgfältig rekonstruiert. Wer Hedin lesen will, lese seine Zentralasien-Expeditionen.
Wer verstehen will, wie Wissenschaft und Ruhm unter Druck zerbrechen können, lese dieses Buch - mit offenen Augen.
Les livres de Dr. Sven Hedin

Zu Land nach Indien, Band 1. Der Bericht einer der größten Expeditionen aller Zeiten
Dr. Sven Hedin
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Scientific Results of a Journey in Central Asia 1899 - 1902. Vol. 1: The Tarim River
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