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Xenia von Tippelskirch

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Migration

Das Thema Migration beherrscht weiterhin die politische Debatte, wobei häufig eine historische Dimension fehlt. Eine transepochale Perspektive kann jedoch zeigen, dass Mobilität konstitutiv für menschliche Gesellschaften ist. In dieser "L'Homme"-Ausgabe werden bislang wenig erforschte geschlechtsspezifische Aspekte dazu in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch lässt sich Migration als historisch vielfältiges und vielschichtiges Phänomen charakterisieren - und dies jenseits der geläufigen dichotomen Vorstellung von vermeintlich mobilen Männern und sesshaften Frauen.
Neu in den Blick geraten so Motive, Formen, Räume, Organisation und Folgen weiblicher Mobilität. Die Beiträge beleuchten Facetten von Arbeitsmigration, Migrationspolitik und Logiken der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften in einem innereuropäischen und transatlantischen Rahmen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Aus dem Inhalt: Weibliche und männliche Migrationserfahrungen in Pennsylvania um 1700 / Familienzusammenführung und Migrationspolitik um 1920 / Frauen in der Migrationsgeschichte Südosteuropas (19.
u. 20. Jh.) / Die (Selbst-)Mobilisierung der Ursulinen im Ersten Weltkrieg (Südtirol) / Geschlecht, Marginalität und Mobilität im Spätmittelalter / Schulbildung für Frauen in Bosnien und Herzegowina (1878-1918) / Interview with Nancy L. Green: Challenging the Paradigms. Comparison, Gender and Migration / Frauen als die 'anderen' Flüchtlinge / Die Sexualisierung des politischen Kampfes gegen Gender in der autoritären Rechten / Ein autobiografischer Rückblick auf das Innenleben einer deutsch-italienischen Ehe seit den 1960er Jahren The topic of migration is dominating current political debates, yet historical depth is often completely lacking.
A transepochal perspective can show that mobility is constitutive for all human societies. This issue places gender-specific aspects, which have been insufficiently researched so far, at the center of investigation. The chosen approach allows migration to be characterized as a historically diverse and multifaceted phenomenon - beyond the common dichotomous view of supposedly adventurous men and sedentary women.
It brings newly into focus reasons, forms, spaces, organizations, and consequences of mobility. The contributions shed light on gender-specific aspects of labor migration, migration policies, and the logics of societies of origin and receiving societies in an intra-European and transatlantic context, from the Middle Ages to the 20th century.
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Migration
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