Tschechow lacht. Aber wer genau hinhört, merkt: Er lacht nie ganz ohne Schmerz.
Ein Beamter niest dem falschen Mann ins Genick - und stirbt daran, nicht an der Erkältung, sondern an der Angst vor den Folgen. Ein Ehemann entdeckt, dass seine Frau ihn betrügt, und ist vor allem erleichtert, endlich in Ruhe schlafen zu können. Ein Arzt, ein Gutsbesitzer, ein kleiner Schreiber: Tschechow braucht nur wenige Seiten, um eine ganze Existenz zu umreißen - und in ihr das Komische zu finden, das so nah am Tragischen liegt, dass man manchmal nicht sicher ist, worüber man eigentlich lacht.
Die frühen humoristischen Erzählungen Tschechows, entstanden in den 1880er Jahren zunächst für Witzblätter und Unterhaltungsmagazine, sind weit mehr als leichte Kost.
Sie sind die Schule, in der er sein unvergleichliches Handwerk lernte: die Kunst der Verdichtung, der treffenden Geste, des einen Satzes, der alles sagt. Wer verstehen will, wie aus dem Humoristen der große Melancholiker wurde, beginnt hier.
Tschechow lacht. Aber wer genau hinhört, merkt: Er lacht nie ganz ohne Schmerz.
Ein Beamter niest dem falschen Mann ins Genick - und stirbt daran, nicht an der Erkältung, sondern an der Angst vor den Folgen. Ein Ehemann entdeckt, dass seine Frau ihn betrügt, und ist vor allem erleichtert, endlich in Ruhe schlafen zu können. Ein Arzt, ein Gutsbesitzer, ein kleiner Schreiber: Tschechow braucht nur wenige Seiten, um eine ganze Existenz zu umreißen - und in ihr das Komische zu finden, das so nah am Tragischen liegt, dass man manchmal nicht sicher ist, worüber man eigentlich lacht.
Die frühen humoristischen Erzählungen Tschechows, entstanden in den 1880er Jahren zunächst für Witzblätter und Unterhaltungsmagazine, sind weit mehr als leichte Kost.
Sie sind die Schule, in der er sein unvergleichliches Handwerk lernte: die Kunst der Verdichtung, der treffenden Geste, des einen Satzes, der alles sagt. Wer verstehen will, wie aus dem Humoristen der große Melancholiker wurde, beginnt hier.