Heinz Duthel

Dernière sortie

Der Staat ein "sterblicher Gott"

Was ist der Staat - Schutzmacht der Freiheit oder Instrument der Herrschaft? Woher nimmt er das Recht, Gesetze durchzusetzen, Gewalt auszuüben und über das Zusammenleben der Menschen zu bestimmen? Und wie lässt sich staatliche Macht begrenzen, ohne die Ordnung selbst zu gefährden? "Der Staat - ein 'sterblicher Gott'" führt den Leser zu den geistigen Ursprüngen unseres modernen Staatsverständnisses.
Ausgangspunkt ist Thomas Hobbes und sein berühmter Leviathan: Aus der Furcht vor dem "Krieg aller gegen alle" entsteht durch den Gesellschaftsvertrag jene politische Macht, die Frieden und Sicherheit gewährleisten soll - der Staat mit seinem Gewaltmonopol. Doch wie viel Macht darf dieser Staat besitzen? Von Descartes und Hobbes über Locke, Rousseau, Kant und Hegel bis zu Marx, Schopenhauer und Freud verfolgt Heinz Duthel die großen Entwicklungslinien der europäischen Geistesgeschichte.
Dabei geht es nicht nur um Philosophie, sondern um Fragen, die unsere Gegenwart unmittelbar bestimmen: Demokratie und Freiheit, Menschenrechte und Gewaltenteilung, Volkssouveränität und Gesellschaftsvertrag, Macht und Herrschaft, Ideologie und politische Ordnung. John Locke begründet die bürgerliche Freiheit und die Begrenzung staatlicher Macht. Rousseau stellt die Volkssouveränität in den Mittelpunkt.
Kant fragt nach Vernunft, Autonomie und den Bedingungen menschlicher Erkenntnis. Das Buch zeigt, wie philosophische Ideen politische Wirklichkeit schaffen. Begriffe wie Freiheit, Demokratie, Staat, Menschenrechte und Gewaltenteilung sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind Ergebnisse jahrhundertelanger geistiger Auseinandersetzungen - und sie bleiben gefährdet, wenn ihre Grundlagen nicht mehr verstanden werden.
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