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Zigarre zum Frühstück. Die Inspizientin. Wir, unsere schwule Tante Piwy, ihre Stasi-Akte, Angelika Hurwicz, Carola Braunbock und das Schauspiel Berlin

Par : Werner Schwarz
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  • Nombre de pages612
  • FormatePub
  • ISBN978-3-6951-1489-4
  • EAN9783695114894
  • Date de parution18/03/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille68 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Margret Wolfshohl, 18. Februar 1930 bis 10. Oktober 1990, genannt Piwy. Nach einer Kinderlandverschickung überlebte sie mit ihren beiden Schwestern die Festung Breslau und ab Juli 1945, zurück in Berlin, die schweren Nachkriegszeiten. 1952 tauchte Tante Piwy durch die Schauspielerin Angelika Hurwicz in die Kunst beim Theater am Schiffbauerdamm ein. Es wurde nur eine Liebelei, könnte man meinen. Ihre Schwester Gisela, meine Mutter, betrachtete es nicht als weiter schlimm, dass ihre Schwester schwul ist. Ungezählte große Bühnenstars, Intendanten, Regisseure, Brecht, Weigel, aber auch die Stasi wurden fortan allgegenwärtig.
1958 ging A. Hurwicz nach Westdeutschland und Piwy wechselte mit ihrer Empfehlung zum Deutschen Fernsehfunk. Im August 1961 floh Gisela, zweimal geschieden, aber mit fünf Kindern nach Westberlin. Dort folgten noch zwei weitere Kinder. Getrennt von der Schwester im Ostsektor scheiterte die andere in Westberlin. Die darauf folgende staatliche Erziehung der sieben Kinder und die Entstehung der ummauerten DDR festigten die Trennung zu ihren Kindern, aber auch zu Tante Piwy.
Im November 1961 wollte Piwy zurück zur Bühne und wechselte erneut zum Theater am Schiffbauerdamm. Die Film- und Theaterschauspielerin Carola Schmidt-Braunbock, schon viele Jahre gut bekannt, kam ihr in diesen Veränderungen immer näher. Durch sie wechselte Piwy im August 1968 bis zu ihrem frühen Ableben 1990 zur Volksbühne Berlin. Sie blieben bis zu Carolas verfrühtem Ableben 1978 und darüber hinaus nebeneinanderliegend auf dem Französischen Friedhof in Berlin ein öffentlich geheimes Paar.