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Unter dem Pflaster. Was Berlin verbirgt – und was es preisgibt

Par : Elif Soykan
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  • Nombre de pages115
  • FormatePub
  • ISBN978-3-565-41257-0
  • EAN9783565412570
  • Date de parution15/04/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Taille1 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEmphaloz Publishing House

Résumé

Berlin ist eine Stadt mit unzähligen Schichten - und manchmal liegen die erschütterndsten Geheimnisse nur einen Ziegelstein tief vergraben. Roza arbeitet seit Jahren auf Berliner Baustellen. Sie kennt den Widerstand von Beton, die Sprache alter Mauern, das Schweigen abgerissener Häuser. Doch als ihr Presslufthammer an einer Wand im Keller eines Abrissgebäudes einen unerwarteten Hohlklang erzeugt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Moment ihr Leben verändern wird.
Hinter dem Mauerwerk verbirgt sich eine winzige Kammer - unberührt seit Jahrzehnten. Ein Holzstuhl. Ein eingeschnürter Briefstapel. Und ein einzelner Kinderhandschuh. An der Wand, in hastig aufgetragener Kohle: ein Name. Miriam. Elif Soykan erzählt in "Unter dem Pflaster" von einer Stadt, die ihre Geschichte nie vollständig preisgibt, und von einer Frau, die sich ihr stellen muss, ob sie will oder nicht.
Was als beruflicher Routinefund beginnt, verwebt sich rasch mit Rozas eigenem Familienerbe - und mit Fragen, denen sie jahrelang ausgewichen ist. Gemeinsam mit ihrer Freundin Selin, einer Historikerin, folgt sie einer Spur, die von den Kellern Prenzlauer Bergs bis in die verdrängten Kapitel ihrer eigenen Geschichte führt. Der Roman besticht durch seine eindringliche Atmosphäre: Soykan lässt ihre Leserinnen und Leser den Staub alter Gemäuer riechen, die Kälte eingeschlossener Luft spüren und das leise Gewicht von Dingen, die niemand zurücklassen wollte.
Die Figuren sind mit großer Sorgfalt gezeichnet - komplex, widersprüchlich, zutiefst menschlich. Besonders Roza überzeugt als stille, eigensinnige Heldin, die mehr versteht, als sie ausspricht. Ein literarischer Thriller mit historischer Tiefe, der Berlin als lebendiges Archiv begreift - und zeigt, dass manche Wahrheiten erst dann an die Oberfläche drängen, wenn man aufhört, wegzuschauen.