Und ich dachte für mich. Autobiographie
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- Nombre de pages312
- Date de parution04/09/2026
- FormatePub
- ISBN978-3-912259-98-8
- EAN9783912259988
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurGuggolz Verlag
Résumé
Zemaite (1845-1921) wurde in eine polnischsprachige kleinadlige Familie in der westlitauischen Zemaitija geboren (nach der sie ihren Kunstnamen wählte) und fühlte sich zeitlebens dem einfachen Landleben nahe. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie einen Litauer, einen ehemaligen Leibeigenen. Mit fast 50 Jahren begann sie auf Litauisch zu schreiben: Geschichten über meist bäuerliche Frauenschicksale.
Das Kopftuch nahm sie aus Solidarität mit der Landbevölkerung nie ab: Es wurde zum ikonischen Signum ihrer Erscheinung. Über soziale Verhältnisse und politische Umbrüche hinweg setzte sie sich für die Verbesserung der Lage der Frauen und eine Modernisierung der Gesellschaft ein. Ihre Prosa ebenso wie ihre erstaunliche Autobiographie verfasste sie in mündlichem Ton, auf Litauisch mit zemaitischem Gepräge und polnischen, weißrussischen, russischen, jiddischen und deutschen Einflüssen.
Was sie zu erzählen hatte, formulierte sie so, dass die Menschen sie verstanden. Allein das war schon ein politischer Akt, denn das Polnische galt als Sprache des Adels und der Oberschicht, und das Russische Reich versuchte, das Litauische und die lateinische Schrift aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Zemaite war ein freiheitsliebender Geist - wenn es etwa um Frauenrechte ging oder um Religion und Ethik.
Claudia Sinnig folgt in ihrer Übersetzung akribisch den sprachlichen Spuren, in denen sich die Ideen- und Sozialgeschichte niederschlägt, und bringt den humorvollen Erzählreichtum in eine lebenssatte deutsche Sprache, die über den Weg einer bis heute aufregenden Feministin vor der Zeit und über deren Lebens- und Liebesumstände Auskunft gibt.
Das Kopftuch nahm sie aus Solidarität mit der Landbevölkerung nie ab: Es wurde zum ikonischen Signum ihrer Erscheinung. Über soziale Verhältnisse und politische Umbrüche hinweg setzte sie sich für die Verbesserung der Lage der Frauen und eine Modernisierung der Gesellschaft ein. Ihre Prosa ebenso wie ihre erstaunliche Autobiographie verfasste sie in mündlichem Ton, auf Litauisch mit zemaitischem Gepräge und polnischen, weißrussischen, russischen, jiddischen und deutschen Einflüssen.
Was sie zu erzählen hatte, formulierte sie so, dass die Menschen sie verstanden. Allein das war schon ein politischer Akt, denn das Polnische galt als Sprache des Adels und der Oberschicht, und das Russische Reich versuchte, das Litauische und die lateinische Schrift aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Zemaite war ein freiheitsliebender Geist - wenn es etwa um Frauenrechte ging oder um Religion und Ethik.
Claudia Sinnig folgt in ihrer Übersetzung akribisch den sprachlichen Spuren, in denen sich die Ideen- und Sozialgeschichte niederschlägt, und bringt den humorvollen Erzählreichtum in eine lebenssatte deutsche Sprache, die über den Weg einer bis heute aufregenden Feministin vor der Zeit und über deren Lebens- und Liebesumstände Auskunft gibt.



