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Überlebt durch Solidarität. KZ Wapniarka, Ghetto Olgopol in Transnistrien, Arbeitslager in Rumänien. Ein Zeitzeugenbericht

Par : Geza Kornis, Erhard Roy Wiehn
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  • Nombre de pages54
  • FormatePub
  • ISBN978-3-86628-846-1
  • EAN9783866288461
  • Date de parution24/04/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille380 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurHartung-Gorre

Résumé

Obwohl die Schoáh in Rumänien trotz des obwaltenden aggressiven rumänischen Faschismus ohne die verbündeten Deutschen damals wohl anders verlaufen wäre, ist darüber in der deutschsprachigen Literatur noch immer nicht allzu viel bekannt. Vor dem 2. Weltkrieg lebte in Rumänien ein bedeutender Teil der Judenheit, nämlich ca. 800.000 Menschen (ca. 4 % der Gesamtbevölkerung), von denen während der Schoáh in kaum mehr als drei Jahren ca.
385.000 (ca. 48 % ) direkt oder indirekt getötet bzw. ermordet wurden. Besonders grausam verlief etwa der "Schwarze Sonntag" am 29. Juni 1941 in Iasi (Nordost-Rumänien), wo viele Juden von rumänischen Soldaten erschossen wurden, ca. 2.650 Menschen erstickten oder verdursteten in Güterwaggons, insgesamt wurden ca. 10.000 Menschen aus dieser Stadt ermordet. Grausam verliefen die Deportationen nach und in Transnistrien, einer Region zwischen Bug, Dnjestr und Schwarzem Meer, heute südwestliche Ukraine, wo insgesamt ca.
200.000 Menschen zu Tode kamen. Das berüchtigte Lager Wapniarka wurde im Oktober 1941 im damals rumänischen Transnistrien errichtet, heute Kreis Vinnitsa (Winniza)/Ukraine. Die ersten 1000 internierten Juden kamen aus Odessa, darunter solche, die vorher aus Bessarabien geflohen waren. Am 16. September 1941 wurden "1.046 rumänische Juden ins Lager gebracht. Etwa die Hälfte war wegen des Verdachts, Kommunisten zu sein, aus der Heimat verbannt worden." Nun war nicht mehr die transnistrisch-rumänische Gendarmerie, sondern das Bukarester Innenministerium zuständig.
Unter den zuletzt 1.179 Häftlingen waren ca. 200 Sozialdemokraten, 130 Kommunisten und 107 Frauen. Ein Lagerkomitee der Häftlinge sollte beim Überleben entscheidend helfen. Geza Kornis beschreibt seinen Leidensweg von Verhaftung und Folter bis ins KZ Wapniarka, das Lagerleben, die Lähmungstragödie und den Hungerstreik, dann sein Leben im Ghetto Olgopol, musterhafte Menschen und seine Befreiung aus einem rumänischen Arbeitslager, womit er Matei Galls Darstellung und andere Zeugenberichte bestätigt und ergänzt.
Es handelt sich hier um einen Auszug aus seinen umfangreicheren autobiographischen Aufzeichnungen, geschrieben in den Jahren 2002 bis 2003.